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Polizei will gegen Straftäter an Karneval hart vorgehen

02.02.2016 | 05:34 Uhr

Köln. Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln setzen Polizei und Stadt für die Karnevalstage auf starke Präsenz und Abschreckung. Die Polizei sei von Weiberfastnacht bis Rosenmontag mit rund 2500 Einsatzkräften vor Ort, sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies gestern in Köln. Zudem seien alle Regeldienststellen der Polizei besetzt und personell verstärkt worden, damit Anzeigen schnell aufgenommen werden könnten. Rund um den Kölner Dom soll es zudem an allen Karnevalstagen eine eigene „Domstreife“ geben.

„Jegliche Form von Gewalt hat im Karneval nichts zu suchen. Feiern und Angst passen nicht zusammen“, betonte Mathies, der vor zwei Wochen als Kölner Polizeipräsident die Nachfolge von Wolfgang Albers antrat. Albers war nach den Übergriffen der Silvesternacht in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Gruppen junger Männer, offenbar vor allem aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum, hatten vor dem Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und bestohlen. Es wurden mehr als 800 Anzeigen erstattet.

Mathies räumte zugleich ein, dass es trotz aller Sicherheitsvorkehrungen eine „100-prozentige Sicherheit“ nicht geben könne. Nach seinen Worten hat es in den vergangenen Jahren in Köln zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag im Schnitt jeweils etwa 50 Sexualstraftaten von Nötigung und Belästigung bis Vergewaltigung gegeben.

Die Polizei werde gegen Kriminelle frühzeitig und konsequent einschreiten, sagte Mathies. An mehreren Orten in der Stadt sollen dafür Gefangenen-Sammelstellen für mindestens 400 Personen bereitstehen. Auch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte in Köln haben nach Mathies’ Worten ausreichend Personal an diesen Orten.

Am Hauptbahnhof, am Dom, in der Altstadt, an der Uni und weiteren Orten sind den Angaben zufolge zusätzliche Lampen angebracht worden. Es werde zudem an kritischen Punkten Videoüberwachung durch die Polizei geben, sagte Mathies.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) erklärte, sie sei überzeugt, dass es an den Karnevalstagen in der Domstadt „mehr objektive und auch mehr subjektiv empfundene Sicherheit“ geben werde.

Kommentare
02.02.2016
08:40
Polizei will gegen Straftäter an Karneval hart vorgehen
von Hastenichtgesehen | #1

Es waere schon ein Erfolg wenn sie ueberhaupt gegen Straftaeter vorgeht.

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11519114
Polizei will gegen Straftäter an Karneval hart vorgehen
Polizei will gegen Straftäter an Karneval hart vorgehen
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http://www.derwesten.de/region/westfalen/polizei-will-gegen-straftaeter-an-karneval-hart-vorgehen-aimp-id11519114.html
2016-02-02 05:34
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