Paderborn-Coach Effenberg kann nur schwer abschalten

Rauer Wind in Paderborn: Stefan Effenberg begrüßte seine Mannschaft zur ersten Einheit im neuen Jahr.
Rauer Wind in Paderborn: Stefan Effenberg begrüßte seine Mannschaft zur ersten Einheit im neuen Jahr.
Foto: imago/Eibner
Was wir bereits wissen
Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist SC Paderborn hat das Training wieder aufgenommen. Trainer Effenberg verbreitet Vorfreude auf die Rückrunde.

Paderborn.. Stefan Effenberg freut sich über diesen „ersten Neuzugang“. „Acht Millionen Euro Ablöse“, sagt der Trainer des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn 07 grinsend in die Kameras, „sind zwar viel Geld, aber das wird sich in der Zukunft auszahlen.“ Nach dem Trainingsauftakt des abstiegsbedrohten Tabellen-16. am Freitagmittag auf der Paderkampfbahn spricht Effenberg allerdings nicht über den Offensivspieler Shqipon Bektasi vom Regionalligisten Hessen Kassel, den die Ostwestfalen drei Tage lang testen, oder über eine andere Neuverpflichtung.

SC Paderborn Effenberg spricht über das neue Trainingszentrum des SCP, welches nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in der Türkei Mitte Januar bezogen wird. Er freut sich auf das neue Zuhause – und er ist trotz der misslichen Lage seines Klubs voller Vorfreude auf die ab Anfang Februar noch ausstehenden 15 Saisonspiele. In diesen möchte er nicht nur den Bundesliga-Absteiger aus der Krise führen, der Trainerneuling Effenberg möchte auch seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Effenberg über…

…seine Mannschaft: Die Jungs sind in einem körperlich sehr guten Zustand. Sie haben sich an ihre Trainingspläne gehalten. Deshalb können wir relativ schnell mit dem normalen Training starten. Sie sind voller Vorfreude und dementsprechend können wir gut arbeiten.


…über seine erste Pause als Trainer: Pause in dem Sinne hat man ja nicht. Natürlich haben mich die Dinge und die Spiele beschäftigt, die wir gemacht haben. Das ist immer im Kopf. Es ist schwer abzuschalten. Außerdem war ich ab dem 1. Januar wieder in Paderborn, um ein Zeichen zu setzen. Bei mir ist die Vorfreude enorm, vier Wochen am Stück mit der ganzen Mannschaft arbeiten zu können. Damit wir gut in die nächsten fünf Monate kommen und die nächsten 15 Spiele so absolvieren, dass wir im Mai sagen können: Das war noch eine ganz gute Saison. Das ist unser Ziel.


… über die Suspendierungen von Srdjan Lakic, Daniel Brückner und Mahir Saglik: Das ist abgehakt. Das war im letzten Jahr und darf uns nicht mehr beschäftigen. Es war, als es aktuell war, nicht einfach, das muss ich zugeben. Aber es liegt ein paar Wochen zurück und wir richten unseren Blick immer nach vorne, nicht zurück. (Anm. d. Red.: Brückner und Saglik dürfen ab der kommenden Woche mit der U23 trainieren, Lakic arbeitet auf eigenen Wunsch mit einem Fitnesscoach individuell. Für alle drei Spieler gibt es lose Anfragen anderer Klubs).


SC Paderborn …über seinen Rettungsplan: Wir müssen hart, konzentriert und intensiv arbeiten. Meine Aufgabe und Pflicht als Trainer ist es, die Jungs zu verbessern. Deswegen freue ich mich über die vier Wochen, die wir haben. Die Jungs sind mit der Situation ja auch nicht zufrieden. Aber man kann es noch drehen, weil die Liga wirklich eng ist. Man muss positiv an die Dinge rangehen.


…über Neuverpflichtungen: So viele werden nicht kommen. Grundsätzlich vertraue ich zu 100 Prozent den Spielern, die in der Kabine sitzen. Das habe ich ihnen auch gesagt, dass sie die Qualität haben, sich aus der jetzigen Situation zu befreien. Zwei bis vier neue Spieler werden eventuell kommen, auch im Vorgriff auf die Saison 2016/17. Aber es muss passen. Ich bin eigentlich nicht wirklich ein Freund von Wintertransfers.


…konkrete Positionen: Es gibt im Fußball verschiedene Möglichkeiten, Dinge zu verändern. Ein Spieler muss ja nicht immer auf der Position spielen, auf der er groß geworden ist. Philipp Lahm bei Bayern München hat auch mal im Mittelfeld gespielt.