Mutter von verdurstetem Tim aus Herdecke will sich Behörden stellen
22.02.2012 | 18:10 Uhr 2012-02-22T18:10:00+0100
Herdecke/Hagen. Der fünfjährige Tim K. aus Herdecke war im Sommer 2010 während eines Urlaubs in Andalusien verdurstet. Während die Todes-Ermittlungen noch andauern, wurde bekannt, dass sich die verdächtigte Mutter in Spanien aufhält. Dort will sich Tanja K., die zunächst als verschwunden galt, den Behörden stellen.
Die Staatsanwaltschaft Hagen bestätigt jetzt, dass die Mutter des im Spanien-Urlaub verstorbenen Jungen Tim K. (5) nicht nur aus Herdecke weggezogen ist, sondern Deutschland ganz den Rücken gekehrt hat. Demnach hält sich Tanja K. mittlerweile dauerhaft in Spanien auf; wo genau, ist der Hagener Behörde unbekannt . „Sie hat signalisiert, dass sie sich den Ermittlungen der spanischen Behörden stellen will“, erklärte nun Staatsanwalt Bernd Haldorn.
Die Akte über den Todesfall des fünfjährigen Jungen, der im Sommer 2010 verdurstet war , liege der spanischen Staatsanwalt vor; eine Entscheidung, ob Anklage gegen Tims Mutter, Tanja K., erhoben wird, sei noch nicht gefallen. Zwar laufe auch in Deutschland ein Verfahren gegen die heute 41-Jährige; nach europäischem Recht sei aber nur einmal eine Verurteilung für das gleiche Delikt möglich. Insofern sind die spanischen Behörden am Zug.
Die Ermittlungen im Todesfall des kleinen Jungen, der nach Bekanntwerden des Unglücks zunächst fälschlicherweise „Alexander“ genannt wurde , ziehen sich mittlerweile eineinhalb Jahre hin. Zuletzt warteten die Hagener Ermittler auf die Übersetzung eines spanischen Gutachtens; die Expertise sollte klären, ob sich im Blut von Tim tatsächliche hohe Dosen eines Schlafmittels fanden.
Tathergang
Der Fall hatte im Sommer 2010 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Tanja K., die zu diesem Zeitpunkt bereits von Tims Vater getrennt lebte, war mit ihrem Sohn im Auto nach Andalusien in Urlaub gefahren. Bei einem Ausflug sollen sie die Orientierung verloren haben. In der sengenden Sonne soll Tanja K. schließlich alleine versucht haben, Hilfe zu holen und ihren Sohn zurückgelassen haben.
Während die Mutter mit letzten Kräften eine Tankstelle erreichte, fanden die alarmierten Rettungskräfte den Jungen tot auf; er war in der spanischen Sommerhitze verdurstet.
11:43
gudelia, eins haben sie vergessen, das Kind war mit Schlafmitteln vollgepumt.
Woher das Kind die Schlafmittel hattte weiß ich nicht.
Das Kind hat Durst, es weint und will partou nicht allein gelassen werden. Die Mutter gibt ihm Schlaftabletten damit es schläft und sie los kann.
Natürlich kann auch alles ganz anders gewesen sein, aber wer weiß es?
11:09
Man stelle sich nur mal vor: Eine Mutter verirrt sich mit ihrem Kind in einer wüstenähnlichen Gegend. Verzweifelt versucht sie irgendeinen Weg aus dem Dilemma zu finden. Mittlerweile wird das Kind immer schwächer, sie muß es letztendlich tragen. An ein schnelles Fortkommen ist nicht mehr zu denken. Dazu kommt die Sorge um das Kind. Sie sieht sich und das Kind in einer ausweglosen Situation. Sie weiß: Nun heißt es alles auf eine Karte setzen will sie für sich und das Kind noch eine Chance haben. Das Kind muß, so gut wie die Situation es zuläßt, zurückbleiben und sie allein weiter. Letztendlich schafft sie es auch Hilfe zu finden, für ihr Kind kommt aber die Hilfe zu spät. Sie hat alles auf die, nach ihrer Meinung, einzige Karte gesetzt die ihr noch blieb.
Im Grunde ein Stoff für eine Kinoschnulze wenn das Leben nicht Regie geführt hätte.
Ich weiß nicht ob es so war, aber wer kann es ausschließen bei den wenigen Informationen.