Luxuslärm ist irgendwo da draußen
11.11.2011 | 16:42 Uhr 2011-11-11T16:42:00+0100
Köln. Umjubelter Tourauftakt im Kölner Gloria: Luxuslärm sind wieder unterwegs, und zwar (so der Tourtitel)„Irgendwo da draußen“. Die Letmather Band um Power-Frontfrau „Jini“ Meyer freut sich bereits jetzt über viele ausverkaufte Konzerte.
„Irgendwo da draußen“ ist sie in den nächsten Wochen zu sehen und zu hören. Quer durch Deutschland jagt sie bis zum 17. Dezember von einem Termin zum anderen, von Leer bis Erfurt, von Berlin bis nach Freiburg: die Letmather Band „Luxuslärm“. Am Donnerstagabend war sie im Kölner Gloria. Umjubelt der Auftakt ihrer neuen Tournee „Irgendwo da draußen“.
Schon seit Wochen ist das Gloria ausverkauft (wie auch andere Hallen auf ihrer Tournee). Denn die Fans waren nicht nur auf die Liveversionen des neuen Albums „Carousel“ gespannt, sondern auch auf die neue Besetzung. Denn im Mai hatten Urgestein Henrik Oberbossel (Gitarre), Eugen Urlacher (Bass) und Keyboarder David Rempel die Band bekannt gegeben, dass sie sich eigenen musikalischen Projekten widmen wollen. Dafür rockt nun mit David Müller (Bass), Freddy Hau (Gitarre) und Chris Besch (Keyboard) ein neues Trio mit den Luxuslärmern. An die neuen Gesichter wird man sich erst gewöhnen müssen, aber musikalisch knüpft die Band auch in der neuen Besetzung nahtlos an ihr bisheriges Schaffen an.
Passend zum Titel des neuen Albums „Carousel“ gleicht die Bühne einem Rummelplatz mit Popcorn und „Letmather Mandeln“. Und so vielseitig und bunt das Angebot auf dem Jahrmarkt ist, so abwechslungsreich ist an diesem Abend auch das musikalische Angebot des Quintetts. Da gibt’s Rock, Pop, Rap, Soul und sogar Reggae.
Power-Stimme von Frontfrau „Jini“ Meyer
Schon mit dem Opener „Carousel“ nehmen die Musiker auf ihrem Jahrmarkt mächtig Fahrt auf - bestens unterstützt von den rund 900 Fans. Kräftige, fette Gitarrenriffs unterstützt und ergänzt durch Synthie-Sounds und durch Drum & Base-Elemente machen den unverwechselbaren Sound der Band mittlerweile aus. Und natürlich ist da die Power-Stimme von Frontfrau „Jini“ Meyer, die gute Laune und Lebensfreude pur versprüht, über die Bühne fegt und die Fans in unvergleichlicher Weise mitreißt. „Und dabei waren wir so nervös“, gesteht sie dem Publikum, das zum bevorstehenden Karneval in Köln passend schon einen Tag zu früh schier aus dem Häuschen ist.
Die schon in jungen Jahren mit etlichen Preisen dekorierte Band ist musikalisch erwachsen geworden, hat sich aber in ihren Texten und ihrer Musik eine faszinierende jugendliche Leichtigkeit bewahrt.
Live härtere Gagngart als im Studio
Auf der Bühne kommen sie noch einen Tick härter rüber („Nichts ist zu spät“ oder „Du weisst nicht wie das ist“) als auf den drei Studio-Alben. Nur hier und da werden die Rocknummern durch Balladen unterbrochen wie der aktuellen Single „Atemlos“. Aber ein älterer Song, das „Unsterblich“, wird zu einem Highlight des Abends. Nur mit Keyboard begleitet singt Jini Meyer dieses Lied. Dabei macht ein über dem Lied liegender Hall den besonderen Reiz des Stückes aus, das sich die Fans bei einer Online-Abstimmung gewünscht hatten.
Und die Band hat sichtlich selbst Spaß: „Wir verschieben die anderen Konzerte und bleiben weiter hier in Köln“, jubelt Jini Meyer. Seit Jahren hat die Band hart an sich und ihrem Erfolg gearbeitet, hat nach und nach ihre Fanbase vergrößert, hat sich musikalisch weiter entwickelt von der Coverband „Blue Cinnamon“ bis zu Luxuslärm. Heute haben sie ihren festen Platz im deutschsprachigen Musikzirkus gefunden. Und das völlig zurecht.
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