Gericht erlaubt Röntgen zur Altersbestimmung

Hamm/Dortmund..  Eine Röntgenuntersuchung zur Altersbestimmung kann rechtens sein, auch wenn das entsprechende Gesetz dies nicht ausdrücklich vorsieht. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden und damit die Klage einer Frau aus Guinea abgewiesen. Die Frau hatte einer Röntgen-Untersuchung im April 2013 zugestimmt, um ihr genaues Alter bestimmen zu können. Sie war im Februar 2012 alleine nach Deutschland eingereist und hatte als Alter 14 Jahre angegeben. Das Amtsgericht Dortmund ordnete eine Vormundschaft an.

Die Ausländerbehörde stellte aber fest, dass die Frau bereits mit dem Geburtsjahr 1989 in Belgien registriert war. Daraufhin sollte die Vormundschaft aufgehoben werden. Die Röntgenuntersuchung ergab, dass die Frau zu dem Zeitpunkt mindestens 19,5 Jahre alt war. Die Frau zog daraufhin ihr Einverständnis zur Verwertung der Röntgenbilder zurück und berief sich auf einen Verstoß gegen die Röntgenverordnung. Das OLG sah das anders und verwies auf die Einwilligung zu der Untersuchung.