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Für die Ruhr-Uni Bochum reicht’s nicht zur „Elite“

15.06.2012 | 17:25 Uhr
Die Ruhr-Uni Bochum ist in der Exzellenzinitiative der Hochschulen knapp gescheitert.Foto: Archiv

Bochum.   Die Bochumer Ruhr-Universität hat den Einzug in den erlesenen Kreis der „Elite“-Unis am Freitag knapp verpasst. Die Hochschule kann sich dennoch freuen: Bis 2017 erhält sie 52 Millionen Euro Fördergelder.

Das war’s dann vorerst mit dem erhofften „Elite“-Status: In der Exzellenzinitiative der Hochschulen hat die Ruhr-Universität-Bochum (RUB) den Einzug in den erlesenen Kreis der exzellenten Unis knapp verpasst. Als das Ergebnis gestern um 15 Uhr verkündet wurde, brandete im Bochumer Audimax trotzdem Jubel auf. Denn zwei der drei RUB-Anträge wurden genehmigt – und bescheren der Hochschule damit Fördergelder in Höhe von rund 52 Millionen Euro.

Die Exzellenzinitiative ist sozusagen der Elite-Wettkampf der deutschen Hochschulen. Politik und Wissenschaft wollen damit herausragende Forschungsprojekte fördern. Dabei geht es um das begehrte Siegel der „Elite-Universität“ – und um jede Menge Fördergelder. Wer es bis ans Ende schafft, darf mit etwa 100 Millionen Euro im Jahr rechnen Die Initiative wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat gemeinsam betreut.

Zwei Anträge genehmigt

Die Unis, die offiziell zur Elite gehören wollten, mussten sich in drei Förderlinien bewerben: Es geht um Promotionsprogramme (Graduiertenschulen), um ressortübergreifende Forschungsprojekte (Exzellenzcluster) und um Zukunftskonzepte der Universität selbst. Auch die RUB hatte drei Anträge eingereicht, doch nur zwei davon wurden genehmigt: die Graduiertenschule (Fördergelder bis 2017: 12 Mio. Euro ) und das Exzellenzcluster (40 Mio. Euro).

Im Untergrund der Ruhr-Uni

Mehrere Hundert Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studenten der RUB hatten sich schon mittags im größten Hörsaal versammelt, um die offizielle Bekanntgabe zu verfolgen.

Kurz vor der Entscheidung sagte Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler, er hoffe, dass wenigstens ein oder zwei Projekte durchkommen, „alle drei wären ein kleines Wunder.“ Um kurz nach 15 Uhr zeigte er sich deshalb „ziemlich glücklich“ mit dem Ergebnis. Auch andere Wissenschaftler freuten sich über die „tolle Teamleistung“ und lobten insbesondere das Engagement des Rektors. „Ohne Sie wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagte eine Sprecherin des Exzellenzclusters.

Zwei Elite-Unis in NRW

Die Uni Mainz verpasste den Einzug ebenfalls. Neu in die Riege der Spitzenunis gewählt wurden hingegen die Humboldt-Uni Berlin, Bremen, Köln, Tübingen und Dresden. Ihren Status behielten die beiden Unis in München sowie die FU Berlin, Konstanz, Heidelberg und Aachen. Abgestiegen sind das Karlsruher Institut für Technologie und die Unis Freiburg und Göttingen.

Mats Schönauer



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