Für Bürgerinitiativen ist „Fracking“ noch nicht vom Tisch
01.10.2012 | 19:11 Uhr 2012-10-01T19:11:00+0200
Dortmund. Tagung in Dortmund: Umweltverbände sehen auch Forschungsbohrungen sehr kritisch
Nach der Vorstellung der kritischen Gutachten zum Thema Erdgassuche mit „Fracking“ haben in Dortmund 80 Vertreter von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Behörden und der Industrie diskutiert, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.
„Wer glaubt, das Thema Fracking ist vom Tisch, der irrt“, sagt Dirk Jansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, (BUND), der zu dem Treffen eingeladen hatte: „Jetzt geht es erst richtig los.“
Denn die Gutachten seien „keine Blaupause für die Ablehnung von Genehmigungen“. In Studien für das Umweltbundesamt und die NRW-Landesregierung war die Fracking-Technologie als sehr riskant bewertet worden. Allerdings wurde auch betont, dass noch viele Fragen offen seien. Als Konsequenz will NRW deshalb keine kommerziellen Bohrungen mit dieser Technik zulassen. Allerdings ist dieses „Moratorium“ nicht unbedingt gerichtsfest. Wichtig sei, so Jansen, dass auf Bundesebene das Bergrecht geändert werde.
Streit zwischen Landesregierung und Bürgerinitiativen gibt es um die Zulassung von Forschungsbohrungen – Kritiker fürchten, dass diese der Industrie ein Hintertürchen öffnen, um doch zu fracken. Der BUND will sich solchen Bohrungen dann „nicht verschließen“, wenn sichergestellt sei, dass sie neutral beobachtet werden und unter wissenschaftlicher Aufsicht stattfinden.
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