Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Gasbohrungen

Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren

31.08.2012 | 18:28 Uhr
Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren
Gegen geplante Fracking-Bohrungen, wie hier in Nordwalde bei Osnabrück, gibt es in der Bevölkerung breiten Widerstand.Foto: Timur Emek

Düsseldorf.   Als Technologie mit erheblichen Risiken wird Fracking in einem Gutachten im Auftrag des NRW-Umwelt- und Wirtschaftsministerium beschrieben. Die Studie soll Ende nächster Woche vorgestellt werden. Nach ersten Informationen könnte Fracking demnach unser Trinkwasser gefährden.

Bis Ende nächster Woche soll das mit Spannung erwartete Gutachten zum „Fracking“ vorgestellt werden. Auftraggeber sind das Umwelt- und Wirtschaftsministerium des Landes NRW. Die 700-seitige Studie soll das Risiko der Erdgasgewinnung in Schiefergestein abschätzen. Beim Fracking wird mit hohem Druck mit Chemikalien versetztes Wasser in den Untergrund gepresst, um Gestein aufzubrechen und Erdgas zu fördern.

Gutachter gehen von erheblichen Gefahren aus

Nach Informationen unserer Zeitung gehen die Gutachter von erheblichen Gefahren durch die Bohrmethode aus. Zum einen geht es darum, dass Giftstoffe aus der Fracking-Flüssigkeit ins Trinkwasser gelangen könnten. Auch neuartige Flüssigkeiten werden als kritisch angesehen. So sollen künftig zwar Biozide verwendet werden, die grundsätzlich als weniger giftig gelten. Dafür muss aber deren eingesetzte Menge deutlich erhöht werden. Nach einem unserer Zeitung vorliegenden Papier erhöht sich so der „Risikoquotient“ für ein neues Mittel von 20 auf 10.000.

 „Erhebliches Gefährdungspotenzial“ durch Fracking

Als „erhebliches Gefährdungspotenzial“ wird auch das bei den Bohrungen hochgepumpte Wasser angesehen. Es kann Giftstoffe und radioaktives Material aus den tiefen Gesteinsschichten mit an die Oberfläche spülen. Beurteilungswerte würden teilweise „um mehrere Größenordnungen“ überschritten, heißt es in dem Expertenpapier.

Mit Vorlage des Gutachtens wird die politische Bewertung beginnen – welches Risiko als noch tragbar gilt.

Heinz Krischer



Kommentare
03.09.2012
08:26
Angst ist ein guter Ratgeber,
von meigustu | #17

schaut man sich unsere Energiekonzerne an. Die haben soviel Angst, dass der Steuerzahler ihnen immer alle Risiken abnimmt - und sie verdienen prächtig dabei.

Umgekehrt heißt das, beim Fracking nimmt dem Bürger keiner das Risiko ab, also warum für ein bisschen Gas, das gerade mal ein paar Tage zur Versorgung des Landes reicht, irgend etwas riskieren.

Wir wollen ja auch mal so reich werden wie die Shareholder der Konzerne.

Mal ganz abgesehen davon, dass Gas im MOment so billig ist, dass es mehr Sinn macht unser Gas für künftige Generationen zu verwahren. Vielleicht gibt es dann sogar eine Fördertechnik die ohne geheime Giftcocktails auskommt.












02.09.2012
20:15
Angstrepublik
von Vorwaerts_Nimmer_Rueckwaerts_Immer | #16


Ich habe Angst!



Also: Vorwaerts_Nimmer_Rueckwaerts_Immer

02.09.2012
20:01
Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren
von Dr.Bluesky | #15

Das weiß man schon seit Jahren, da wo Gerfäckt wird brennt das Frischwasser aus der Leitung, die Giftstoffe nehmen Drastisch zu. Aber giftig ist ja nur ws sofort Tötet, Jahre später zählt bei denen nicht. Ich sage LASST DIE FINGER DA VON. Wenn die nur eine Quelle verseuchen, ist mit sicherheit 200 Km im Radius nur noch Wasserversorgung per Pipeline oder LKW möglich.

02.09.2012
19:31
Nicht lange fackeln
von Stefan2 | #14

Ich würde da gar nicht lange fackeln: Wenn ein privater Konzern seine Klauen nach unseren Gütern ausstreckt und dabei auch noch unsere Gesundheit und unsere Zukunft gefährdet, gehört der Konzern enteignet und die Täter verhaftet.

02.09.2012
15:37
Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren
von aufkoks | #13

Wenn es darum geht Geld zu machen darf man weder von der Wirtschaft noch der Politik erwarten das sie das Wohl des Bürgers im Auge haben. Diese Leute kennen nur ein Zeichen und das ist das € zeichen.

1 Antwort
Funktioniert nicht
von Stefan2 | #13-1

Das Streben nach Geld funktioniert aber in diesem Zusammenhang überhaupt nicht. Fracking, das bedeutet für einen nur kurzen Zeitraum Profit für Wenige, aber für die Ewigkeit Gift im Boden, das ins Grundwasser eindringen kann. Der ökonomische Schaden wäre immens.

02.09.2012
14:41
Warum heute das fördern was in 100 Jahren Gold wert ist
von meigustu | #12

Im Moment besteht ein ausreichendes Angebot auf dem Gasmarkt - warum also unser Wasser vergiften.

Zumal der Ertrag sowieso nur für ein paar Tage das Land versorgen könnte.

02.09.2012
14:01
@ruhrpottfan | #10
von vaikl2 | #11

Die Vorstellung der Landesregierung bez. Fracking ist auch meine Vorstellung, insofern ist es mehr als legitim, ein uraltes Bundesberggesetz den heutigen Gegebenheiten und Anforderungen des Umweltschutzes anzupassen.

02.09.2012
13:54
Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren
von ruhrpottfan | #10

auszug aus dem text:
"Als Technologie mit erheblichen Risiken wird Fracking in einem Gutachten im Auftrag des NRW-Umwelt- und Wirtschaftsministerium beschrieben."

wer die musik bestellt, bestimmt auch was gespielt wird.
was soll in einem gutachten sonst stehen, als das was man bestellt hat.
von der landesregierung wurde selbst ein gültiges bundesrecht (bundesberggesetz) geblockt um die vorstellung der landesregierung durchzusetzen.

jetzt warten wir auf die gutachten der bohr-willigen energiefirmen.

02.09.2012
13:46
Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren
von nordicwalker | #9

wer das befürwortet, soll seinen garten zur verfügung stellen.
aber wie heißt das so schön:
ich bin dafür, aber nicht bei mir.

1 Antwort
Fracking-Gutachten warnt vor erheblichen Gefahren
von Karl-Napp | #9-1

Wo ist das Problem? Ich würde meinen Garten sofort dafür zur Verfügung stellen. :O


Herr lass im Winter die Wohnung schön muckelig warm werden, aber bloss nicht mit Gasförderungen aus meiner Nähe. Atomkraft nein danke - Strom von Windkrafträdern sofort, aber bloss kein Windrad in meiner Nähe.
Das sind die Mentalitäten der Deutschen.....

02.09.2012
13:36
Noch mehr Löcher...
von dickschaedel | #8

...in einen Schweizer Käse bohren? Und zusätzlich mit einer "Giftmischung" spülen...
Darum: NEIN zum Fracking mit der derzeitigen Technik. Zu #2: Es hat nichts mit Ablehnung zu tun, aber mit der Kenntnis, dass NRW doch "ein wenig" ausgehöhlt ist. Wir legen uns tiefer..und das Grundwasser bei Stand der Technik wird bestimmt nicht besser.... Ich kann mich noch gut an die Sanierungsarbeiten in Wattenscheid erinnern - ging über JAHRE, nicht nur ein paar Tage "mal ebend Löcher verfüllen".
In diesem Sinne - Schönen Tach noch

Aus dem Ressort
Bundeswehr wirbt auf Jugendmesse "You" – Proteste geplant
Jugendmesse
Bei Deutschlands größter Jugendmesse "You" Ende November wird auf die Bundeswehr offensiv um Nachwuchs werben. Kriegsgegner wollen den Messestand verhindern. Doch vom Prokuristen der Westfalenhallen fühlen sie sich eingeschüchtert. Der Mann soll ihnen mit einem Geheimdienst gedroht haben.
Glocken zu laut - Kirche in Schwerte verstummt nachts
Glockengeläut
Nach Beschwerden von Anwohnern in Schwerte lenkt die evangelische Kirche ein: Die Glocken der Kirche St. Viktor werden künftig nachts schweigen. Ein Lärmgutachten hatte ergeben, dass die Lautstärke des Glockenschlags über dem zugelassenen Spitzenwert liegt.
Schwerter tötet Ex-Freundin nach Trennung - lebenslange Haft
Urteil
Der Schwerter, der seine Ex-Freundin in Göppingen verbrannt hat, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Ulm sprach den 54-Jährigen am Freitag des Mordes schuldig. Er hatte die Frau mit Benzin übergossen und angezündet, nachdem sie sich von ihm getrennt hatte.
Stromausfall legt für eine Stunde Hagener Innenstadt lahm
Stromausfall
Auf einmal gingen die Lichter aus. Große Teile der Hagener Innenstadt waren am Freitagnachmittag eine Stunde lang ohne Strom. Viele Ampelanlagen fielen aus, die Polizei musste den Straßenverkehr regeln. Mittlerweile ist der Ausfall wieder behoben.
Dortmunds erste Notebook-Klasse soll Pionierarbeit leisten
Schule
Im Unterricht an deutschen Schulen finden Computer so gut wie nicht statt. An einer Dortmunder Schule gibt es seit Beginn des Schuljahres die stadtweit einzige Notebook-Klasse. Nach und nach sollen die Rechner fest in den Unterricht integriert werden. Eine Nachbarstadt ist da schon viel weiter.
Umfrage
Kommunen im Sauerland wollen schärfer gegen besonders laute Motorräder vorgehen. Die Bußgelder werden drastisch erhöht. Was halten Sie davon?

Kommunen im Sauerland wollen schärfer gegen besonders laute Motorräder vorgehen. Die Bußgelder werden drastisch erhöht. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos
Der erste Schnee in Winterberg
Bildgalerie
Wintersport
Otto und seine Kunstwerke
Bildgalerie
Künstler
Hannelore Kraft zu Gast in Hagen
Bildgalerie
Werksbesuch
Spätstart der Rathaus-Galerie Hagen
Bildgalerie
Rathaus-Galerie