Das aktuelle Wetter NRW 24°C
Verkehr

70 Lkw-Ladungen Zement beim A45-Tagesbruch versenkt

01.06.2012 | 17:13 Uhr
70 Lkw-Ladungen Zement beim A45-Tagesbruch versenkt
Die Baustelle im Januar: Die viel befahrene A 45 musste zwischen Dortmund-Süd und dem Kreuz Dortmund/Witten komplett gesperrt werden.

Dortmund.   Länger als gedacht dauern inzwischen die Sicherungsarbeiten entlang der Sauerlandlinie bei Dortmund: Mitte Januar hatte dort der Untergrund bei einem Tagesbruch nachgegeben. Die Autos dürfen zwar wieder über die A45 fahren. Die Schäden sind jedoch noch nicht ganz behoben.

Die Verfüllung alter Stollen, die Mitte Januar zu einem Tagesbruch an der A45 bei Dortmund geführt und eine wochenlange Sperrung der Autobahn nach sich gezogen haben, dauert weiter an. Bis Ende des Monats sollen die Arbeiten im Untergrund jetzt abgeschlossen sein.

Bislang hat das vom Landesbetrieb Straßen NRW beauftragte Spezialunternehmen seit Januar rund 2600 Kubikmeter Zementgemisch in die Tiefe gepresst, um Hohlräume zu schließen. „Die Menge entspricht der Ladung von 70 Silozügen“, ordnet Projektleiter Frank Jurga die Größenordnung der verbrauchten Füllmasse ein. Die Kosten für die Sicherungsmaßnahme belaufen sich mittlerweile auf „rund eine Millionen Euro“, schätzt Markus Nigmann von Straßen NRW. Wer dafür aufkommt, sei nach wie vor unklar.

Dauer und Aufwand der Arbeiten waren nicht absehbar

Von „restlichen Verfüllarbeiten“ spricht Projektleiter Jurga, die bis Ende des Monats rechts und links der Sauerlandlinie erledigt werden. Aktuell steht ein großes Zementsilo in Fahrtrichtung Norden neben der Schnellstraße in Höhe der Brücke Blickstraße, die dort über die Autobahn überquert. Bis zum Ende der Arbeiten bleibt der Rastplatz „Flöz Mausegatt“ (Fahrtrichtung Norden) gesperrt.

Bei Beginn der Tiefbauarbeiten sei die Dauer und der Aufwand nicht absehbar gewesen: „Die historischen Grubenbücher geben nur ein Indiz“, wo und wie viele Stollen des Kohlebergbaus im Untergrund verlaufen, erklärt Frank Jurga. Mit Erkundungsbohrungen ist das Tochterunternehmen des TÜV-Nord den tatsächlichen Verläufen der Stollen auf die Spur gekommen, um die Hohlräume anschließend zu verfüllen.

Mitte Januar war auf dem Mittelstreifen der A 45 der Untergrund eingesackt; die Autobahn war zwischen Dortmund-Süd und Kreuz Dortmund/Witten mehr als zwei Wochen komplett gesperrt. Ein Großteil des Verkehrs quälte sich über die überlasteten Ausweichstrecken B 54 und 1 durchs Dortmunder Stadtgebiet.

Carsten Menzel



Kommentare
Aus dem Ressort
Auf Zeche Gneisenau soll Bergbaukultur erlebbar werden
Bergbau
Das ehemalige Bergwerk Gneisenau in Dortmund-Derne prägt schon von weitem das Ortsbild. Die beiden Fördertürme überragen den kleinen Stadtteil. Dabei sind von einer der größten europäischen Zechen nur noch wengie Relikte erhalten. Ein Förderverein kümmert sich liebevoll darum.
Wetter-Experten rechnen am Freitag mit Unwettern in ganz NRW
Unwetter
Vor allem im östlichen Ruhrgebiet gab es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag heftige Regenfälle. Nahe dem Kamener Kreuz musste die Polizei vorübergehend sogar Fahrstreifen sperren. Auch andernorts wurden Unterführungen und Straßen überflutet. Meteorologen erwarten am Freitag weitere Unwetter.
Mann (27) in Hagen unter Wasserkästen und Kühlbox begraben
Unfall
Nicht alltäglicher Unfall in der Hagener Innenstadt. Ein 27-Jähriger wurde in der Humboldtstraße von Mineralwasserkisten und einer Kühlbox begraben. Sie waren ihm beim Entladen von der Hubbühne gestürzt. Der Mann musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.
Haus in Lünen nach Blitzeinschlag nicht mehr bewohnbar
Unwetter
Ein Unwetter hat am Donnerstagabend Lünen heftig getroffen. 29 Einsätze meldete die Feuerwehr, die meisten nach Blitzeinschlägen und Überflutungen. Den folgenschwersten Einsatz gab es im Ortsteil Wethmar. Der Dachstuhl eines Hauses brannte nach einem Blitzeinschlag aus. Das Haus ist unbewohnbar.
2310 Raser auf der Autobahn - Blitzmarathon in Südwestfalen
Blitzmarathon
Beim zweiten bundesweiten Blitzmarathon waren in Nordrhein-Westfalen mehr als 3500 Polizisten an 3400 Messstellen im Einsatz. Radarkontrollen an den Schulwegen standen im Fokus. Schulkinder hatten vorgeschlagen, wo geblitzt werden soll. Hier lesen Sie alles über den Blitzmarathon in Südwestfalen.
Umfrage
Kommunen im Sauerland wollen schärfer gegen besonders laute Motorräder vorgehen. Die Bußgelder werden drastisch erhöht. Was halten Sie davon?

Kommunen im Sauerland wollen schärfer gegen besonders laute Motorräder vorgehen. Die Bußgelder werden drastisch erhöht. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos
Amoniak-Alarm im Lennetal
Bildgalerie
Feuerwehr
Bunter Ausklang der Montgolfiade
Bildgalerie
WIM 2014
Gestürzter Kletterer schwer verletzt
Bildgalerie
Kletterunfall