Warum Pferdemetzger in NRW nun Hochkonjunktur haben
10.03.2013 | 10:11 Uhr 2013-03-10T10:11:23+0100
Düsseldorf Unter den Verbrauchern in Nordrhein-Westfalen wird Pferdefleisch beliebter. Eine kleine Umfrage bei den Betrieben des Landes belegt: Der Lebensmittelskandal um falsch ausgezeichnete Fertiggerichte hat die Nachfrage beflügelt.
Pferdemetzger in Nordrhein-Westfalen erleben derzeit eine stärkere Nachfrage nach ihren Produkten - ausgelöst durch den Lebensmittelskandal um falsch ausgezeichnete Fertiggerichte, die neben Rind auch Pferd enthielten. Dabei zeigt sich, dass Pferdefleisch nicht abschreckt, sondern im Gegenteil interessant geworden ist, ergab eine dpa-Umfrage bei Fachbetrieben am Samstag.
So bildeten sich bei Norbert Buendgens von der Pferdemetzgerei Weber aus Eschweiler plötzlich Schlangen an den Verkaufswagen, die auf Wochenmärkten stehen: "Wir hatten bislang etwa 150 neue Kunden pro Woche. Die sind endlich schlau geworden und haben gemerkt, dass Pferdefleisch das gesündeste Fleisch ist."
Die Affäre macht auf das Produkt aufmerksam
Renate Janßen, die in Mönchengladbach Pferdefleisch verkauft, glaubt, dass viele ihre Scheu überwunden haben und auf den Geschmack gekommen sind. Aber: "Jetzt sind die Medien voll von Berichten über Pferdefleisch. Da stürmen die Leute das Geschäft. Abwarten, ob das so bleibt, wenn die Sache in Vergessenheit gerät."
Ende der 1990er Jahre war es die Rinderseuche BSE, die viele Fleischkunden zum Pferdemetzger lockte. "Damals haben sich die Leute hier im Laden geprügelt", erinnert sich Rossfleischer Dirk Bäumer aus Dortmund. Ironischerweise sind es nun die falsch etikettierten Fertiggerichte mit Pferdefleisch, die einen Boom bei ihm auslösen.
"Das hat die Menschen erst auf Pferdefleisch aufmerksam gemacht." Neuerdings kämen rund 15 Prozent mehr Kunden, berichtet Bäumer. "Viele wollen jetzt lieber selbst kochen, anstatt Fertiges zu essen, bei dem man nicht so genau weiß, was alles drin ist."
In jeder zwölften Probe aus Fertiggerichten haben Untersuchungsämter in Nordrhein-Westfalen Pferdefleisch gefunden, das nicht deklariert war. Diese Zwischenbilanz gab das NRW-Verbraucherschutzministerium am Mittwoch bekannt. Bisher gebe es aber keinen Nachweis von Medikamenten im Pferdefleisch.
Auch Frank Mecke-Raabe, Pferdemetzger aus Bielefeld, verzeichnete in den vergangenen Wochen rund 20 Prozent mehr Kunden. "Der Skandal hat uns genutzt. Pferdefleisch ist dadurch wieder ins Bewusstsein der Leute gerückt. Viele dachten, das gibt es gar nicht mehr." (dpa)

06:50
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08:47
Nehme mal an die Pferdemetzger haben das Gerücht im Umlauf gebracht das Pferdefleisch in eingefrorenen Lebensmitteln ist.
13:14
also ich begrüsse jeder erweiterung meines speiseplanes.
neben den klassikern rind, kalb, schwein, hühnchen und allerlei heimischen wild (fasan, wildschwein, reh) hatte ich den den letzten jahren gelegenheit auch fohlen, krokodil, springbock, strauß und kanguru zu verzehren.
es ist schön, dass man heutzutage für diese delikatessen nicht mehr um die halb welt jetten muss.
wie man hört, soll ja gerade in asien der speiseplan um einige vierbeiner reicher sein, was hierzulande leider noch offiziell verboten ist......ich weis gar nicht warum?
16:40
:(