Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Verkehr

VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer

18.12.2012 | 16:34 Uhr
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, dessen Tarife inzwischen auch am Niederrhein gelten, wird die Preise im Schnitt um 3,9 Prozent anhebenFoto: Hayrettin Özcan

An Rhein und Ruhr.   Alle Jahre wieder: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erhöht die Preise. Dieses Mal bis nahe an die Schmerzgrenze, für den einen oder anderen Kunden vermutlich sogar darüber hinaus. Zum 1. Januar 2013 müssen Fahrgäste in Bussen und Bahnen im Schnitt 3,9 Prozent mehr für ihr Ticket bezahlen.

Fahrgäste von Bussen und Bahnen müssen mit Jahresbeginn einmal mehr tiefer in die Tasche greifen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, dessen Tarife inzwischen auch am Niederrhein gelten, wird die Preise im Schnitt um 3,9 Prozent anheben. Der Zuschlag, für den die VRR-Gremien bereits im Sommer grünes Licht gaben, ist auf ein Jahr befristet; die nächste Preisanhebung ist also für Januar 2014 zu erwarten.

Bei den VRR-Bestsellern bleiben die Preisanhebungen im Schnitt. Für das Einzelticket in der Preisstufe A1 und A2 wird für Erwachsene ein Zuschlag von zehn Cent erhoben (künftig 2,50 Euro). Beim Einzelticket der Preisstufe B beträgt der Aufschlag 20 Cent, fortan also 5,10 Euro.

Abo-Kunden werden am stärksten zur Kasse gebeten

Über dem Schnitt zur Kasse gebeten werden allerdings die treuen Abo-Kunden, wobei der VRR darauf verweist, dass mit Fahrscheinen wie dem Ticket2000 ja auch erhebliche Zusatznutzen verbunden seien, etwa die Übertragbarkeit. Besonders deutlich wird das bei Langläufertickets wie dem Abo-Ticket 2000 der Preisstufe D, die künftig 138,76 Euro kosten wird (bisher: 132,18 Euro) – eine Preissteigerung um fast fünf Prozent.

Die Preisänderungen des VRR im Überblick

Wichtigste Veränderung in der Ticketstruktur fürs neue Jahr: Das bisherige Zusatzticket 1 und das Zusatzticket 2 werden zusammengeführt und künftig in nur noch einer Variante angeboten – entweder zu drei Euro im Einzelverkauf oder zu 10,80 Euro als rabattiertes Viererticket. Es berechtigt den Fahrgast, entweder die erste Klasse zu nutzen, ein Fahrrad mitzunehmen oder den Geltungsbereich des Fahrscheins auf den gesamten Verbundraum zu erweitern. Damit sollen laut VRR die Unstimmigkeiten beseitigt werden, die die Zweiteilung des Zusatztickets mit sich brachten.

Alte Fahrkarten bleiben noch bis Ende März 2013 gültig

Für Hamsterkäufer wichtig: Die alten, bereits gekauften Fahrscheine bleiben noch drei Monate gültig, also bis Ende März 2013. Kunden können diese Fahrscheine also bis zu diesem Zeitpunkt „abfahren“ oder in einem der Kundencenter der Verkehrsunternehmen ohne Bearbeitungskosten umtauschen.

Die Deutsche Bahn hatte davon unabhängig ihre Fahrpreise bereits zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember um durchschnittlich 2,8 Prozent angehoben. Die Nahverkehrsverbünde legen ihre Fahrpreise unabhängig fest.

Michael Minholz



Kommentare
21.12.2012
08:11
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von ulrics | #7

Ja der VRR wird teurer, allerdings fehlt nach meiner Ansicht in dem Artikel ein Hinweis wie sich die Erhöhung zusammensetzt. Ich hatte dies nach der Ankündigung mal nach dem IFG NRW vom VRR angefordert und auch darüber gebloggt. Energie- und Personalkosten stellen nur einen Teil der Preissteigerung dar. Ein Teil dient auch der Entlastung der Kommunen und für Investitionen.

Vielleicht wäre der Fahrscheinlose ÖPNV doch keine so schlecht Idee.

21.12.2012
04:39
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von Shy_Eye | #6

5,10 Euro für ein Ticket der Preisstufe B
. So weit so GUT?!?!?!

Das ist der absolute Hammer. Ich werde Euch mal ein paar Beispiele nennen, die an äußerste Dreistigkeit der Deutschen Bahn nicht zu überbieten ist.

KRUZSTRECKEN
Beispiele:
Recklinghausen Süd - Wanne-Eickel , 4 Minuten = Preisstufe B ,
Gelsenkirchen Hbf - Wanne Eickel , 4 Minuten = Preisstufe B ,
Gelsenkirchen Hbf - Essen Hbf, 9 Minuten = Preisstufe B ,
Bochum Hbf - Witten Hbf , 9 Minuten = Preisstufe B
Duisburg Hbf - Essen Hbf , 10 Minuten = Preisstufe B


Recklinghausen Süd - Essen Hbf , 3 Haltestellen, 18 Minuten, = Preisstufe B
Usw.

Es ist quasi egal wo ich einsteige, wenn ich in eine andere Stadt muss, wird Preisstufe B berechnet. Ist das nicht unfair?

Es gibt diverse Beispiele die wirklich heftig sind im Ruhrgebiet!

Im Gegenzug nenne ich Euch nun Beispiele aus Bayern und Hessen:
Fürth - Nürnberg, 18 - 22 Minuten, = 2,10 Euro
Ich verstehe nicht wieso man hier nur 2,10 Euro zahlen muss.... Kuriosität!

1 Antwort
Ihre Kritik ist in der Sache richtig,
von erbsenzaehler | #6-1

aber was hat (ausnahmsweise) die Bahn damit zu tun.

Hier sitzen die "Schlaumeier", die sich das ausgedacht haben, beim VRR und den dazugehörigen Betrieben.

20.12.2012
18:44
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von tomatenkiller_neo | #5

Laßt doch endlich mal die Sch... mit den Durchschnittspreisen, mein Ticket wird jedes Jahr um satte 10 Prozent teurer ...

19.12.2012
13:15
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von TVtotal | #4

Schlechter Service..schlechte Takte...schlechte Verbindungen...aber Spitze im Preis!

19.12.2012
10:21
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von MKTFranke | #3

Jetzt lohnt es sich für mich in der Tat nicht mehr. Ich fahre nur 1-3 Haltestellen mit der U-Bahn, je nachdem wohin ich in die Innenstadt will.

Das kostet ab 2013 dann 2,75 Euro, und das wird sicher nicht die letzte Preisrunde sein.

Es ist bitter, aber das Auto lohnt sich jetzt tatsächlich wieder. Der ÖPNV sollte mal endlich Monatskarten für Kurzstreckler anbieten. Das dürfte doch kein Problem sein. Auf die Karte werden drei Haltestellen vermerkt, zwischen denen der Inhaber hin und her fahren darf.

So gibt es entweder die volle Packung für die bestehenden Preisstufen, also mindestens 54 Euro im Monat, oder man muss diese nun überteuerten Kurzstreckentickets kaufen.

Da liegen die Haltestellen für den ÖPNV direkt vor der Nase, und man fährt trotzdem mit dem Auto, weil es keine Kurzstrecken-Abos gibt ...

19.12.2012
09:52
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von ExWalsumer | #2

Also wenn ich mit dem Zug eine Station weit fahre in die Nachbarstadt, dann zahl ich dafür 2,50 € mit Freundin dann 5 € und wenn wir wieder zurück wollen sinds insgesamt 10 €. Für rund 16 km. Das kostet mich knapp 2 € Benzin, ich muss nicht erst zum Bahnhof laufen und spar auchnoch mit dem Auto Zeit.

Kein Wunder, das die Straßen so voll sind, wenn die Preise des ÖPNV so unatraktiv sind.

18.12.2012
23:01
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von osis | #1

Gibt die Preistabellle auch in lesbar? Arbeiten nur noch Amateure in der Redaktion? Unlesbare Bilder kann man weglassen...

1 Antwort
VRR-Tickets werden am 1. Januar um 3,9 Prozent teurer
von miriam.lessmann | #1-1

Die Tabelle ist wirklich ein wenig klein geraten, da haben Sie Recht. Leider können wir das Bild im Moment nicht größer darstellen. Bitte entschuldigen Sie den Fehler.

Sie können die Preistabelle auch direkt beim VRR anschauen:

http://www.vrr.de/imperia/md/content/service/tarifinformationen/vrr_preise2013.pdf


Miriam Lessmann
Community Management

Aus dem Ressort
Oberhausener Hooligan-Randale wohl organisierte Prügelei
Hooligans
Nach dem Spiel Rot-Weiß Oberhausen gegen TV Kalkum-Wittlaer rotten sich Vermummte in Sterkrade zusammen. Die Polizei ist Minuten später am Ort der Schlägerei und nimmt 31 Randalierer fest. Der Angriff soll laut Polizei nicht direkt etwas mit dem Fußballspiel zu tun gehabt haben.
Alle vier Essener Burger-King-Filalen sind geschlossen
Fast Food
Die Burger King-Restaurants an der Gladbecker, Kettwiger, Aktien- und Hans Böckler-Straße sind seit Sonntag dicht. Verdutzte Kunden stehen vor verschlossenen Türen. Ein Aushang des Betreibers, dem am Dienstag der Vertrag gekündigt worden war, versucht sich etwas unbeholfen in Optimismus.
Frau aus Erkrath wurde wohl wegen Schulden zu Bankräuberin
Festnahme
Weil sie ihre Schulden nicht bezahlen konnte, hat eine 39-Jährige aus Erkrath offenbar innerhalb von zwei Tagen drei Banken überfallen. Die Polizei hatte die Frau nach dem dritten Überfall am Freitagabend festnehmen können. In ihrer Vernehmung hat sie die Taten gestanden.
Nur 128 Bürger stimmten bei der Nachwahl in Bruckhausen ab
Kommunalwahl
Am Sonntag machten von 1060 Berechtigten im Stimmbezirk 1002 (Bruckhausen-Ostacker) 128 Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Somit lag die Beteiligung bei der Nachwahl bei 12,08 Prozent. Die SPD behält in der Bezirksvertretung die absolute Mehrheit, die NPD holt 25 Prozent.
Massenauflauf behindert Polizei bei Unfallaufnahme in Fahrn
Unfall
Nach einem Auffahr-Unfall in Duisburg-Fahrn sah sich die Polizei plötzlich einem regelrechten Menschenauflauf gegenüber. Bis zu 60 Menschen versammelten sich plötzlich am Ort des Geschehens und behinderte die Streife bei der Unfallaufnahme. Verstärkung musste anrücken.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos
Bellydancer-WM in Duisburg
Bildgalerie
Bauchtanz
Die hohe Kunst des Bauchtanzes
Video
Bauchtanz-Festival
Kurzfilmfestival in Hagen
Bildgalerie
Kurzfilmfestival