Vor dem Bützen Nase pützen

Wenn Sie der Frohsinn zügig aber ohne Hast in den Wahnsinn treibt, lesen Sie bitte zu den Risiken und Nebenwirkungen des Karnevals die Broschüre Ihrer Krankenkasse!

Die Kassen nörgeln erstmal an der Schminke herum: Ist die denn auch dermatologisch getestet? Hat sie alle Allergietests erfolgreich bestanden? Lässt sie sich mit ph-neutraler Seife rückstandslos entfernen? Gut! Sie dürfen weitermachen und ihr Kostüm dem zuständigen Sachbearbeiter für Blasenentzündungs- und Atemwegserkrankungen vorstellen: Sind Sie gegen morgendliche Kühle geschützt? Ist die Kleidung atmungsaktiv? Kann in der Hitze des Feierns entstehender Schweiß abtrocknen, um der Auskühlung beim nächtlichen Heimgehen vorzubeugen?

Erzählen Sie bloß nicht, dass Sie daran denken, zu schunkeln, zu tanzen oder gar Hautkontakt mit anderen Narren zu suchen! Viren! Bakterien! Gruppengrippe!

Und: Nein, niemals obere Atemwege durch das Gurgeln mit alkoholhaltigen Getränken desinfizieren! Das ist ein Gift, fast so gefährlich wie die Sporen des Amtsschimmels! Wenn Sie Glück haben, gönnt die Kasse Ihnen eine Pappnase. Mit Spender für Desinfektionsspray. So, dass sie beim Niesen flächendeckend verteilen. In diesem Sinne ein dreifach donnerndes: „Hatschi!“