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Glatteis

Viele Räumdienste waren vom Schneefall überrascht

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Über 700 Räumfahrzeuge waren im Einsatz, um die Straßen in NRW vom Schnee zu befreien.Foto: Manuela Schwerte / WAZ FotoPool

Warum stimmten die Wetter-Prognosen nicht?

Rückblick: Nur ein wenig Schneegriesel hatten die Wetterdienste für Montag vorausgesagt. Doch das, was die Bewohner im Ruhrgebiet, im Rheinland und in der Eifel am Morgen auf der Straße sahen, war mehr als Griesel. „Es waren immer kleinräumige Zellen, in denen viel Schnee runtergekommen ist“, erklärt Roland Vögt­lin.

Viele Autofahrer waren verwundert, stapften sie doch erst über eine dicke Schneedecke zu ihrem Pkw und sahen dann nach zehn Kilometern Fahrt nichts mehr von der weißen Pracht. „Und je kleinräumiger der Schnee runter kommt, desto schwieriger ist er auf dem Bildschirm zu erkennen“, sagt Vögtlin.

Waren die Räumdienste auf den Schneefall eingestellt?

Der Landesbetrieb Straßen.NRW wurde vom Wintereinbruch kalt erwischt. „Die Wetterdienste hatten zwei Zentimeter Schnee vorhergesagt, an Rhein und Ruhr waren es dann aber zehn Zentimeter. Das ist natürlich ein großer Unterschied“, sagte Sprecher Bernhard Löchter.

Winter
Schnee im Berufsverkehr sorgte für Staus und Unfälle in NRW

Glatte Straßen haben am Montagmorgen den Verkehr in weiten Teilen NRWs erheblich gestört. Auch bei Bus und Bahn kommt es zu Verspätungen. Der WDR...

Ab Sonntagabend um 23 Uhr seien die Räumdienste im Einsatz gewesen. Doch der Schneeeinbruch am Morgen ließ das ausgestreute Salz rasch unwirksam werden: „Das hat uns anfangs Probleme bereitet“, sagte Löchter. Insgesamt 700 Winterdienstfahrzeuge waren auf den Autobahnen und Landstraßen im gesamten Bundesland im Einsatz. Löchter vermutet, dass noch weitere Touren anstehen. „Wir stellen uns für die nächsten Tage auf weiteren Schneefall ein“, betont er.

Wie sah es in den großen Städten aus?

In Duisburg waren ab vier Uhr insgesamt 20 Groß- und 26 Kleinstreuer im Einsatz. 96 Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe wollten die Gefahren für Verkehrsteilnehmer minimal halten. Trotzdem kam es in Duisburg zu starken Verkehrsbehinderungen. Lastwagen mit Sommerreifen blieben stecken und verstopften die Straßen in den Stadtteilen Ruhrort und Neuenkamp. Die Blechschäden hielten sich in Grenzen: Die Duisburger Polizei zählte bis zehn Uhr nur 23 Unfälle, die aber meistens glimpflich abliefen: Nur ein Radfahrer zog sich leichte Verletzungen zu.

In Essen gab es kaum Unfälle, dafür hatten die Räumdienste große Probleme. „Der Schnee kam in der Rushhour runter. Deswegen konnten wir nicht so räumen, wie es die Essener Bürger von uns gewohnt sind“, berichtet Rolf Friesewinkel. Um 6.30 Uhr war der Einsatzleiter des Winterdienstes über die Ruhrallee nach Essen gefahren. „Da waren die Straßen noch schwarz.“ Sie wurden schnell weiß, sehr zum Leidwesen der Räumdienste. „Wir haben mit den Bürgern im Stau gestanden . Und bei gelbem Licht fährt auch keiner zur Seite“, sagt Friesewinkel. Um 9.30 Uhr hatte sich die Situation wieder entspannt.

Weiße Überraschung

Welche Regionen blieben vom Schnee komplett verschont?

Im Kreis Kleve hieß es allerorts: Freie Fahrt. Flocken wurden nicht gesichtet. Und auch im benachbarten Kreis Wesel gab es keine Probleme mit dem Schnee. Zumindest keine unmittelbaren: Ein Lkw-Unfall auf der A 59 führte zu einem Rückstau bis auf die A 40 nach Moers. (mit dae/kari)

Denis de Haas

Kommentare
16.01.2013
15:24
700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
von Spatenklopper | #52

Wir hatten heute in der Firma eine Anlieferung aus den Niederlanden, erste Frage vom Fahrer " Habt ihr hier keinen Räumdienst?"

Im weiteren Gespräch...
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700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
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http://www.derwesten.de/region/ueberraschung-in-weiss-id7483332.html
2013-01-15 15:45
Winter,Schnee,Wetter,Verkehr,Autobahn,Räumdienste
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