Vermisster beim Blitzmarathon aufgetaucht

An Rhein und Ruhr..  Stell dir vor, es sind Blitze angesagt, aber es kommt gar kein Donnerwetter. Wie es scheint, haben Nordrhein-Westfalens Autofahrer tatsächlich dazugelernt: Nach ersten Auswertungen rasten beim achten Blitzmarathon weniger in die Radarfallen als zuvor.

Höhepunkt: Ein Mann taucht in Neukirchen-Vluyn zu Fuß an einer Messstelle auf. Kurz zuvor war er als vermisst gemeldet worden. Die Beamten erkannten ihn wieder. In Oberhausen preschte ein Mann mit Tempo 63 durch eine 30-Zone – direkt vor einem Krankenhaus. In Gelsenkirchen legte ein Fahrer noch eine Schüppe drauf: 80 Stundenkilometer bei erlaubten 30. In Mettmann war ein LKW-Fahrer nicht nur zu schnell, er stand auch noch unter Drogen. Der 27-Jährige musste mit zur Wache.

13 000 Polizisten waren allein in Deutschland im Einsatz, einige ertappten ausgerechnet Kollegen auf frischer Fahrt. Einen Kradfahrer in Zivil in Berlin, der zwar „nur“ 60 fuhr, aber vergeblich versuchte zu verhandeln. Auf der Autobahn 480 bei Gießen rollte ein russischer Polizist mit 140 km/h durch eine Baustelle. Er hatte vom Blitzmarathon nichts mitbekommen.