Vergewaltiger verschleppt Frau aus Tiefgarage

Die Polizei sucht nach einer Vergewaltigung in Meerbusch nach Zeugen.
Die Polizei sucht nach einer Vergewaltigung in Meerbusch nach Zeugen.
Foto: Katrin Figge
Was wir bereits wissen
Nach einer Vergewaltigung in Meerbusch sucht die Polizei Zeugen. Der Täter hatte die Frau aus einer Tiefgarage verschleppt und in einen Van gezwungen.

Meerbusch.. Brutaler Überfall auf eine Frau in Meerbusch bei Düsseldorf: Ein Unbekannter überfiel sie in einer Tiefgarage, verschleppte sie in einem Van und vergewaltigte sie.

Das Martyrium begann laut Informationen der Polizei in ihrem eigenen Auto. Als sie am Freitag (6. Februar) um Mitternacht in einer Tiefgarage an der Moerser Straße ausstieg, hielt ihr plötzlich ein maskierter Mann eine Waffe vor. Er forderte ihre EC-Karte samt PIN – aber die Frau verweigerte das.

Daraufhin zerrte der Unbekannte die Frau auf den Beifahrersitz ihres Wagens, fesselte sie mit Handschellen und fuhr zum Parkplatz an der Haltestelle "Haus Meer". Hier stellte er den Wagen ab. Er verband der Frau die Augen und zwang sie, blind in ein anderes, großes Auto umzusteigen.

Täter zwang Opfer in einen vermüllten Van

Die Frau musste sich auf den Boden legen. Der Wagen fuhr vom Parkplatz los – wie lange die Fahrt dauerte kann das Opfer nicht beziffern. An einem unbekannten Ort hielt der Täter an und vergewaltigte sein Opfer. Danach fuhr er zurück und ließ die Frau auf der Meerbuscher Straße/Höhe Haltestelle Bovert aussteigen.

Das traumatisierte Opfer fuhr mit der Bahn zu ihrem Auto zurück und fuhr nach Hause. Verwandte brachten sie ins Krankenhaus und informierten die Polizei.

Trotz der Augenbinde konnte die Frau ein paar Dinge erkennen, die bei der Suche nach Wagen und Täter helfen könnten:

  • dunkler Kleinbus oder Van
  • Schiebetür an der Beifahrerseite
  • sieben Sitze
  • an zwei Kopfstützen LCD-Bildschirme
  • Innenraum vermüllt (Plastikflaschen, Kabel, Papier)

die ungefähre Täterbeschreibung:

  • Mann zwischen 35 und 55 Jahren
  • etwa 1,80 Meter
  • graumelierte/graue Haare
  • normale Statur
  • kein Bart
  • sprach Hochdeutsch

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben zwar ein paar Hinweise, aber keinen Fahndungserfolg. Jetzt sucht die Polizei Zeugen: Wer kann Angaben zum beschriebenen Fahrzeug machen? Wer hat am 6. Februar in den Abendstunden bis 23.45 Uhr einen verdächtigen Mann zwischen Parkplatz "Haus Meer" und Moerser Straße gesehen?

Auto fuhr gegen 2 Uhr durch Baustelle an Meerbuscher Straße

Einen bestimmten Zeuge hat die Polizei auch im Blick: Als der Täter sein Opfer zwischen 2 und 2.30 Uhr frei ließ, fuhr ein Auto (Taxi?) durch die Baustelle Richtung Osterath – direkt an Täter und Opfer vorbei. Der Fahrer dieses Wagens ist ein wichtiger Zeuge.

Weitere Zeugen können Personen sein, die mit Bussen oder Bahn im Bereich des Parkplatzes "Haus Meer" unterwegs waren. Hier ist für die Ermittler interessant, ob jemand gesehen hat, wer am Abend einen Van dort abgestellt hat oder wer beobachtet hat, als es gegen Mitternacht von diesem Parkplatz weggefahren wurde.

Hinweise nimmt die Ermittlungskommission "Meer" entgegen unter der Telefonnummer 02131/3000. (we)