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Urteil: Tagesmutter darf in ihrem Ex-Bordell Kinder betreuen

08.01.2016 | 16:53 Uhr
In dem ehemaligen Bordell will eine eine Kindertagespflegestätte betreiben.
In dem ehemaligen Bordell will eine eine Kindertagespflegestätte betreiben.Foto: Oliver Krato/dpa

Bünde.  Aus einem ehemaligen Privatbordell im ostwestfälischen Bünde darf eine Betreuungsstelle für Kinder werden. In einem Gerichtsprozess in Minden gaben am Freitag die Richter einer Tagesmutter und ehemaligen Bordellbetreiberin recht. Die Frau hatte geklagt, nachdem die Stadt ihr die Erlaubnis für den Betrieb einer Kindertagespflege im vergangenen Frühjahr verweigert hatte. Die Räume seien nicht geeignet und könnten das Kindeswohl gefährden. Die Sorge: Noch im Internet auffindbare Werbung für das Freudenhaus könnte noch heute Freier anlocken.

Solche Befürchtungen wiesen die Richter am Freitag als lebensfern und unbegründet zurück: Es gebe weder Anhaltspunkte dafür, dass der Bordellbetrieb seit dem Jahr 2014 fortgesetzt worden sei, noch stelle die frühere Nutzung für Kinder eine Gefahr dar.

Unstrittig war dagegen die Qualifikation der Tagesmutter. Zwar hatte sie früher in dem Haus Zimmer vermietet und war in dem Freudenhaus selbst als Prostituierte tätig; Anlass zu Zweifeln an ihrer Eignung als Tagesmutter hatten aber weder Stadt noch Richter.

(dpa)

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Urteil: Tagesmutter darf in ihrem Ex-Bordell Kinder betreuen
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http://www.derwesten.de/region/verfahren-stadt-will-keine-kinderbetreuung-in-ex-bordell-id11442508.html
2016-01-08 16:53
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