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Warnstreik

Verdi-Streik am Mittwoch - In diesen NRW-Städten droht Chaos

05.03.2012 | 17:12 Uhr
Verdi-Streik am Mittwoch - In diesen NRW-Städten droht Chaos
Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt Nachdruck verleihen.Foto: dapd

Essen.   Auf zum Teil ganztägige Warnstreiks müssen sich die Bürger in NRW am Mittwoch einstellen. So soll der öffentliche Personennahverkehr in vielen Städten ganztägig zum Erliegen kommen. Auch Krankenhäuser, städtische Kitas, Müllabfuhr, Sparkassen und Altenheime sind betroffen.

Die Bürger müssen sich auf Wartezeiten im Nahverkehr, bei Behördengängen und der Müllabfuhr einstellen. In Nordrhein-Westfalen wird es am Mittwoch nach Angaben von Verdi NRW in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu teilweise ganztägigen Warnstreiks kommen. Der öffentliche Personennahverkehr wird demnach flächendeckend in vielen Städten und Gemeinden ganztägig zum Erliegen kommen.

Auch in städtischen Kitas, bei der Müllabfuhr, in Sparkassen, kommunalen Krankenhäusern und Altenheimen sowie Theatern, Jobcentern und vielen anderen öffentlichen Einrichtungen hat Verdi mehrere zehntausend Mitglieder zu mehrstündigen und ganztägigen Streiks aufgerufen. Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen wurden Notdienstvereinbarungen angeboten, um die Notversorgung in den Einrichtungen sicher zu stellen. In vielen Städten finden Demonstrationen der Beschäftigten statt.

Verdi: "Das ist nicht die Zeit für Gejammer über leere Kassen"

„Mit der heftigen Warnung wollen wir den Arbeitgebern zeigen, dass wir sehr schnell zu einem Ergebnis kommen  wollen. Dies ist nicht die Zeit für Rituale und Gejammer über leere Kassen“, sagte der stellvertretende Verdi-Landesleiter Ulrich Dettmann. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ließen sich nicht „für jahrelange missglückte Steuerpolitik und Milliardengeschenke an Banken verantwortlich machen. “Es ginge diesmal um eine Lohnrunde mit klaren Forderungen. Wer die fehlende Wertschätzung von Krankenschwestern, Erzieherinnen, Feuerwehrleuten, Müllwerkern und anderen Dienstleistern beklage, müsse die Anerkennung auch durch eine gerechte Erhöhung der Gehälter deutlich machen, sagte Dettmann an die Adresse der Arbeitgeber. Die heftigen Warnstreiks hätten die Botschaft, dass „die Frauen und Männer im öffentlichen Dienst es leid sind, immer hintenan zu stehen, wenn es um angemessene Bezahlung geht“. Trotz Aufforderung hatten die Arbeitgeber bei der ersten Tarifverhandlung am letzten Donnerstag kein Angebot vorgelegt.

Rhein-Main-Gebiet am Montag betroffen

Die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst solle im Lauf der Woche das ganze Land erfassen, kündigte die Gewerkschaft Verdi an. Als erste bekamen das am Montag Eltern und Pendler im Rhein-Main-Gebiet zu spüren.

In Frankfurt, wo sich sonst Bankangestellte und Stewardessen am Bahnsteig drängen, blieben die Haltestellen der städtischen U-Bahnen und Straßenbahnen am Morgen verwaist. Die Pendler nahmen die Störung auf dem Weg zur Arbeit gelassen. Sie liefen zur Arbeit oder setzten sich zum ersten Mal dieses Jahr aufs Fahrrad.

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Kommentare
21.03.2012
19:41
Verdi-Streik am Mittwoch - In diesen NRW-Städten droht Chaos
von honglink | #50

als ausländischer Student bezweifele ich häufig, wie können die Leute den Mut haben, die während ihrer Schülerzeit nicht fleißig gelernt haben, immer...
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2012-03-05 17:12
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