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E-Zigarette

Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten

11.01.2012 | 16:46 Uhr
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
E-Zigaretten verkaufen sich besser, seit Gesundheitsministerin Barbara Steffens über ein Verbot nachdachte.Foto: Knut Vahlensieck

Essen.  Seit Gesundheitsministerin Barbara Steffens erwägt, E-Zigaretten nur noch in Apotheken verkaufen zu lassen, boomt das Geschäft noch stärker als vorher. So sehr, dass die Lieferanten kaum mit der Produktion nachkommen. Ungeachtet der unbekannten gesundheitlichen Risiken.

Seinen Namen sagen möchte der Herr nicht. Zu groß sei die Furcht, mit seinem E-Zigaretten-Shop aufzufallen, „nachher machen die mir den Laden dicht.“ Nun heizte die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) kurz vor Weihnachten die Diskussion, ob der Verkauf nikotinhaltiger Flüssigkeiten außerhalb zugelassener Stellen rechtens sei , an. Denn eben damit betanken die meisten Kunden ihre E-Zigaretten . Es kristallisiert sich heraus, dass die Diskussion das Geschäft wie ein Windhauch die Glut belebte – und das ist seither kaum wieder abgeebbt. „Die Lieferanten kommen mit der Produktion nikotinhaltiger Liquids nicht mehr nach. Ständig muss ich Kunden vertrösten und wegschicken“, sagt darum der namenlose Herr, „am liebsten würde ich den Laden schließen, bis ich wieder Ware habe.

“Ähnlich gut frequentiert ist der Laden e-Smokers an der Rellinghauser Straße. „Wir haben den Shop im Dezember eröffnet“, sagt Anna Gorges. Die Nachfrage sei von Anfang an nicht schlecht gewesen – doch seit dem ministerlichen Vorstoß rennen die Käufer ihr die Tür ein. Tanks für E-Zigaretten gibt es voraussichtlich in der kommenden Woche wieder. Liquids sind eingeschränkt zu haben. Über die Geschmacksrichtungen darf man schmunzeln: Wie wäre es mit Käsekuchen, angereichert mit 16 Milligramm Nikotin? Zur Auswahl stehen auch Pina Colada, Tiramisu und dreifach Menthol, wahlweise mit 6, 11, 16, und 24 Milligramm Nikotin – oder nikotinfrei.

E-Zigarette spart den Rauchern viel Geld - über die Risiken ist wenig bekannt

Und auch die Nachfrage bei Wolsdorff Tobacco in Kettwig brummt. Längst hat die Zigaretten-Handels-Kette, die in Deutschland mehr als 160 Filialen betreibt, das Geschäft mit der E-Zigarette für sich entdeckt. Wenn schon nicht mehr am Glimmstängel verdienen, dann zumindest an Liquids mit Erdbeer-, Vanille- oder Tabakgeschmack. „Ein paar Verdampfer und Mundstücke mit Tank habe ich noch ergattern können“, sagt Wilhelm Hümbs. Doch es sei nicht leicht gewesen, an Nachschub zu kommen. „Die Mund-zu-Mund-Propaganda läuft sehr gut.“

Video
Immer mehr Raucher greifen zur vermeintlich gesunden E-Zigarette. In einem Bochumer Laden für elektrische Zigratten haben wir uns zeigen lassen, wie das Rauchen ohne Tabak funktioniert.

Und da werde mehr über die immensen Einsparpotenziale - rund 90 Prozent im Vergleich zu Zigaretten - gesprochen als über die gesundheitlichen Risiken, die noch als unwägbar gelten , weil es keine zuverlässigen Studien über den Konsum der nikotinhaltigen Flüssigkeiten gibt.

Claudia Pospieszny

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Kommentare
24.01.2012
10:30
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von Quickfinger | #25

Wann gab es je eine so hübsch vorhergesagte Reaktion der Politik? Im Hinblick auf Tabaksteuer und Lobbystöhnen war klar, wie das Ergebnis ausfällt - diese Innovation raubt Steuergeld und das darf schlicht nicht sein.

12.01.2012
11:11
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von duslip | #24

Wie dumm der Mensch doch ist. Werden "normale" Zigaretten zu teuer, erfindet er wieder etwas neues: Elektrische Zigaretten die dampfen, damit man sich daran erfreut "Hoho, aus meinem Mund da kommt Rauch, jetzt fühl ich mich toll!"...

12.01.2012
08:26
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von Dampflok | #23

Pafft euch ruhig alle Kaputt.
Rauchen ist Gesund

12.01.2012
08:26
Die Risiken sind noch unbekannt
von AntonC | #22

aber die Süchtigen ziehen es sich rein, Hauptsache die Sucht nach dem Nervengift wird befriedigt. Wie kann man nur so schwach sein.

12.01.2012
08:24
Wann kommt die Nichtrauchersteuer
von dirty_oldman | #21

Nichtraucher sind kriminelle Steuerhinterzieher. Sie prellen den Staat vorsätzlichg um mehrere hundert Euro Tabaksteuer im Jahr und leben länger, wodurch sie die Rentenkasse über Gebühr ausplündern.
Drüber hinaus schaden sie den Krankenkassen, da sie deren Leistungen zwar seltener, aber dafür weitaus länger in Anspruch nehmen als Raucher.

Mein Vorschlag, Jeder, der bei seiner Steuererklärung nicht den Kauf von mindestens 180 Zigarettenschachteln pro Jahr nachweisen kann, sollte eine Tabakverweigerungssteuer von mindestens 1.000 € aufgebrummt bekommen.
Drüber hinaus muss für diese Schmarotzer die Praxisgebühr auf 50 € erhöht und die Rente um 15% gesenkt werden.
Dann herrscht wieder Gerechtigkeit im Staat.

Ach ja, Tabakwaren dürfen zukünftig nur noch von staatlich geprüften Tabakologen verkauft werden, die ihre Qualifikation durch ein gebührenpflichtiges Studium an einer deutschen Universität erlangt haben und diese in einer jährlichen kostenpflichtigen Prüfung nachweisen müssen.

Der Verkauf von Wasserpfeifen und E-Zigaretten darf nur zertifizierten Shishaologen erlaubt werden, die, ähnlich wie Heilpraktiker, eine Ausbildung an einem staatlich anerkannten Shisha-Institut absolviert haben.

1 Antwort
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von usedom1218 | #21-1

Genau! Ich habe in der Tat ein total schlechtes Gewissen, weil ich nicht rauche. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Sollten diese überaus hilfreichen Vorschläge keinen Anklang finden, werde ich ein freiwilliges Jahr leisten - und zwar jedes Jahr..Ach so, das ist ja blöd, dann kann ich ja gar kein Geld mehr verdienen. - Ok, muss ich halt HartzIV beziehen. Aber dann sollte ich aus Solidarität besser anfangen zu rauchen, sonst falle ich als Nichtraucher ja total aus dem Rahmen! *am kopf kratz*

12.01.2012
02:56
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von zeitungslesender | #20

PANIKMACHE!!!
War heute in div. Läden und es gab Liquids ohne Ende, hab ich nur aus Langweile gemacht da ich diese selber günstige(EK) beziehen kann.
Auf jedem markt/trödelmarkt im Ruhrgebiet und vielen Tabakläden gibts das, vom Internet ganz zu schweigen-ABER BERATUNG GEHÖRT DAZU...sonst bringen die dinger nix
UND DIE KRIEGSTE AUF DEM MARKT NICHT-im gegenteil:keine ahnung!

KEINE PANIK!!!

11.01.2012
23:43
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von soulseeker | #19

Ich bin als Nichtraucher überglücklich über diese Erfindung, da meine Kollegen @work mich nicht mehr mit Rauch belästigen. Auch wenn immer in der Küche oder im Raucherraum gequalmt wurde, abgekriegt hat man es doch. Für die Raucher ist es auch besser, und die Argumentation für das Verbot idiotisch.

Bei normalen Kippen ist vollkommen klar, dass sie schädlich und lebensverkürzend sind und sie werden nicht verboten. E-Kippen sind sicher nicht gesund, aber nur einen Bruchteil so gefährlich und sollen verboten werden? Die Logik versteht wohl nur der Staat wegen ausfallender Steuereinnahmen.

11.01.2012
23:15
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von medlar | #18

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2012/01/11/grosse-mehrheit-fuer-freien-verkauf/6205.html

11.01.2012
23:10
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von halberLiter | #17

von 50 bis 60 Zigaretten am Tag, und dann mit E-Dampf runter auf höchstens eine halbe Schachtel ist gewaltig und ich denke ans aufhören.
Tchüss Kippe
Und stinken tuts auch nicht mehr

11.01.2012
22:24
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von schick.und.frei | #16

Die dummen werden nie alle

1 Antwort
Verbotspläne steigern Verkaufszahlen von E-Zigaretten
von AntonC | #16-1

Nur das man nicht weiss wie diese Inhaltstoffe verdampft wirken.

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