Unwetter war laut Grube "das schlimmste der Bahn-Geschichte"

Bahnchef Rüdiger Grube (links) und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek begutachten Schäden, die das Unwetter in NRW an Bahnstrecken hinterlassen hat.
Bahnchef Rüdiger Grube (links) und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek begutachten Schäden, die das Unwetter in NRW an Bahnstrecken hinterlassen hat.
Foto: dpa
Eine Woche nach dem schweren Unwetter in NRW hat Bahnchef Rüdiger Grube Bilanz gezogen. Es sei das schlimmste Unwetter gewesen, "was wir jemals in der Geschichte der Deutschen Bahn erlebt haben". Die meisten Züge auf den Strecken an Rhein und Ruhr fahren inzwischen wieder.

Ratingen.. Eine Woche nach dem schweren Unwetter sind in Nordrhein-Westfalen nach Bahnangaben wieder 70 Prozent der zerstörten Strecken in Betrieb. "Es war das schlimmste Unwetter, was wir jemals in der Geschichte der Deutschen Bahn erlebt haben", sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Montag in Ratingen.

Bis der gesamte Verkehr auf der Schiene wieder störungsfrei laufe, bitte er Bahnkunden um etwas Geduld. Grube machte sich nach dem Gewittersturm von Pfingstmontag ein Bild von den massiven Schäden an den Bahnstrecken.

"Wir haben wirklich alles gegeben, um unseren Kunden schnell wieder Mobilität zu gewährleisten", sagte Grube an der Strecke der S-Bahn zwischen Essen und Ratingen, die besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Noch verhindern umgekippte Bäume und zerstörte Oberleitungen den Bahnverkehr auf weiten Teilen der Linie S6.

Die Einschränkungen im Fahrplanangebot - Stand Montagmorgen:

RegionalExpress (RE):

  • Linie RE 57: verkehrt zwischen Dortmund-Hörde und Winterberg

Alle anderen RegionalExpress-Linien der DB Regio AG verkehren planmäßig.

RegionalBahnen (RB):

  • Linie RB 38: Verkehrt im Abschnitt Grevenbroich - Köln Hbf ca. stündlich
  • Linie RB 53: Verkehrt zwischen Dortmund-Hörde - Iserlohn

Alle anderen RegionalBahn-Linien der DB Regio AG verkehren planmäßig.

Im S-Bahnverkehr bestehen Einschränkungen im Fahrplanangebot auf folgenden Linien:

S-Bahnen (S):

  • Linie S 1: Verkehrt im Abschnitt Essen Hbf und Solingen sowie Dortmund und Bochum Hbf, ab Betriebsaufnahme 16. Juni: Planmäßiger Verkehr in den Abschnitten Dortmund – Bochum Hbf sowie Essen Hbf – Duisburg – Düsseldorf – Solingen
  • Linie S 2: ab Betriebsaufnahme 16. Juni: Planmäßiger Verkehr in den Abschnitten Dortmund – Herne – Gelsenkirchen – Essen Hbf/Essen-Altenessen/Recklinghausen Süd. Kein Zugverkehr zwischen Essen-Altenessen und Duisburg und zwischen Recklinghausen Süd und Recklinghausen Hbf
  • Linie S 3: ab Betriebsaufnahme 16. Juni:Verkehrt ca. zweimal pro Stunde zwischen Essen und Oberhausen
  • Linie S 4: Verkehrt im Abschnitt Dortmund-Dorstfeld – Unna, ab 16. Juni wieder auf Regelbetrieb
  • Linie S 6: Verkehrt in dem Abschnitt zwischen Köln-Nippes – Düsseldorf Hbf
  • Linie S 9: Verkehrt Haltern am See - Bottrop Hbf ca. einmal pro Stunde

Alle anderen S-Bahn-Linien der DB Regio AG verkehren planmäßig.

Ersatzbusse verkehren auf folgenden Strecken: (nicht alle Halte aufgeführt)

  • Essen Hbf – Düsseldorf Hbf über Kettwig – Ratingen Ost – Düsseldorf-Derendorf
  • Wuppertal Vohwinkel – Essen Hbf über Velbert-Langenberg – Essen-Kuperdreh
  • Bottrop- Essen Hbf

Alle Angaben ohne Gewähr

Kostenlose Hotline für Bahn-Reisende

Die Bahn arbeitet die entstandenen Schäden nach einer Prioritäten-Liste ab. Ziel soll es sein, die Verbindungen vom zwischen Ruhrgebiet und Rheinland schnell wieder ans Laufen zu bringen. Außerdem soll der Erreichbarkeit der Ruhrgebiets-Hauptbahnhöfe erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Fahrgäste können sich unter der kostenlosen Rufnummer 08000 99 66 33 bei einer Sonder-Hotline der Bahn über die aktuelle Lage erkundigen. (we/dpa)

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