Türkei-Referendum - nur eine einzige Revier-Stadt stellt ein Wahllokal

Der türkische Präsident Erdogan will seine Macht mit dem Referendum ausbauen.
Der türkische Präsident Erdogan will seine Macht mit dem Referendum ausbauen.
Foto: dpa
  • Türkei-Referendum am 16. April
  • Deutsch-Türken mit türkischem Pass können auch in Deutschland wählen
  • Es gibt aber nur ein Wahllokal im Revier

Das Türkei-Referendum wirft seine Schatten voraus. Am 16. April steht fest, ob der türkische Präsident Erdogan seinen Willen bekommt - und die Gewaltenteilung in der Türkei ausschaltet. Auch im Revier dürfen viele Deutsch-Türken wählen. Doch dafür müssen sie unter Umständen sehr weit fahren.

Denn im ganzen Revier gibt es nur ein einziges Wahllokal - und zwar in Dortmund. Das bestätigt Dortmunds Stadtsprecher Frank Bußmann gegenüber DER WESTEN.

Dortmunds OB ruft zum „Nein“ bei Referendum auf

Dort können Wähler im Gebäude des ehemaligen türkischen Bildungszentrums in der Nordstadt ihre Stimme abgeben. Das Wahllokal ist zwischen dem 27. März und dem 9. April geöffnet.

„Ich sehe die Gefahr, dass viele demokratische Elemente der türkischen Gesellschaft verfassungsrechtlich eingeschränkt werden“, sagt Dortmund Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Er hofft, dass möglichst viele Menschen das Referendum ablehnen. Trotzdem habe man die Nutzungsgenehmigung erteilt, heißt es von der Stadt.

„Der Stadt Dortmund liegen aus der Verbalnote des Auswärtigen Amtes als auch von Seiten der Länder keine rechtlichen Einwände gegen eine derartige Genehmigung vor“, heißt es von der Stadt.

Nur vier Wahllokale in ganz NRW

Kein Wahllokal wird es entgegen der Gerüchte in Essen geben. Das bestätigte Ordnungsdezernent Christian Kromberg gegenüber DER WESTEN. „Auch das Generalkonsulat wird kein Wahllokal.“

Damit gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen nur vier Wahllokale. Neben Dortmund können türkischstämmige Wähler auch in Münster, Düsseldorf und Köln wählen.

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