Totes Tier im Westerwald war ein Wolf - womöglich kam er aus den Alpen
28.04.2012 | 11:27 Uhr 2012-04-28T11:27:24+0200
Gelnhausen/Hessen. Knapp eine Woche nach dem Fund eines Tierkadavers im Westerwald liefert die Untersuchung der Tier-DNA überraschende Antworten. Experten sind sich einig in der Einschätzung, dass über Kurz oder Lang auch in NRW sich wieder Wölfe ansiedeln. Die Tiere könnten sogar aus dem Alpenraum zu uns kommen. Naturschützer sind begeistert.
Die Zeit saß Verena Harms im Nacken. Möglichst schnell sollte die 31-jährige Biologin im Senckenberg Forschungsinstitut im hessischen Gelnhausen für Klarheit sorgen in einer Frage, die "politisch brisant" ist: Ist der Westerwald nach über 120 Jahren wieder Lebensraum für Wölfe? Und was heißt das für Landwirte, Schafzüchter oder die Jägerschaft?
Auch Naturschützer, wie Markus Bathen, Wolfsexperte beim Nabu, erwarteten mit Spannung die Antwort aus dem Institut in Gelnhausen, dem "Nationalen Referenzzentrum für genetische Analysen bei Luchs und Wolf". Als im Februar ein Foto auftauchte, das ein hundeähnliches Tier mit dunklem Fell auf einem Feld nahe des Westerwald-Ortes Steimel zeigte, schaute sich Bathen zusammen mit anderen Wolfs-Kennern die Aufnahme besonders genau an. Ein Wolf im Westerwald? Das wäre eine tolle Sache.
Polizei, Staatsanwaltschaft, Ministerium - alle warteten auf die Antwort
Zwei Tage hat Verena Harms in ihrem Labor zugebracht, um am Freitag die Antwort geben zu können, auf die auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken wartete, aber sicher nicht gewartet hätte, wenn nicht dieser 71-jähriger Jäger aus dem Raum Köln am Freitag dem 20. April in der Abenddämmerung gegen 21 Uhr von einem Hochsitz aus den fatalen Schuss mit seiner Büchse abgegeben hätt e. Er habe gedacht, er hätte auf einen Hund geschossen, "der mehrere Rehe hetzte", heißt es im Polizeibericht. "Da der 'Hund' nach dem Schuss davonlief ging der Schütze davon aus, das Tier verfehlt zu haben", schreibt die Polizei. Die Vernehmungen des Jägers waren zwei Tage, nachdem er sich am Montag nach dem Jagdausflug der Polizei offenbart hatte, beendet. Einzig eine Frage war noch offen: Hund oder Wolf.
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17:13
Zitat:Experten sind sich einig in der Einschätzung, dass über Kurz oder Lang auch in NRW sich wieder Wölfe ansiedeln.
Halbblinde Greise,die auf alles schießen,was sich bewegt,werden das verhindern.Ich weiß,wovon ich rede.Kenne einen über 80 jährigen,ganz in grün gekleideten,der kaum noch aus seinem SUV kommt,aber noch rumballert.Wie wäre es mit einer jährlichen Eignungstest?
einem
08:45
Verbrecher, ab in den Knast, auf Blindheit oder Alter kann sich da keiner berufen.
01:00
Es ist unverantwortlich, daß der Jäger vor dem Schuß keine DNA-Analyse durchgeführt hat.
22:15
Da wird also auf einen "Hund" geschossem, der Rehe hetzt. Der böse, böse Hund (= Wolf), wie kann er nur dem Jäger die Beute streitig machen? Das geht ja mal garnicht, also wird drauf gehalten, damit der Jäger-Opa und seine Konsorten am nächsten Tag auch noch was zu ballern haben... Die Jägerei ist so fadenscheinig, heuchlerisch und verlogen, das glaubt man ja nicht...
Nebenbei bemerkt repräsentiert ein Rehe jagender Wolf nun einmal den ewigen Lauf der Dinge bzw. der Natur. Das Wildbestände u.a. wegen der Verknappung der Waldflächen durch den Menschen reguliert werden müssen, u.a. WEIL die natürlichen Fressfeinde fehlen, ist leider unumgänglich. Hätte der Mensch den Wolf und andere Raubtiere nicht ausgerottet weil er um seine eigene Beute fürchtete, bräuchte es auch weniger tiermordlüsterne Jäger...
20:55
Da tönt die Jägerschaft immer herum, dass sie ja eine irrsinnig schwere Prüfung ablegen muss um jagen zu dürfen. Na, so schwer kann die nicht sein, wenn der Jäger hinterher noch nicht mal imstande ist, einen Wolf von einem Hund zu unterscheiden.
Die Jäger tun auch immer ganz gerne, als würden sie nur alte und kranke Tiere bejagen und so die Naturfunktion der inzwischen ausgerotteten wilden Jäger, Wolf und Bär, ersetzen. Alles Quatsch, die wollen nur ihre Trophäen und der Wolf ist der Konkurrent.
Langfristig ist eine stabile Wolfspopulation nur gut für den Naturhaushalt und ein wichtiges Regulativ für die Wildschwein- und Rotwildbestände. Wenn der Wolf wieder heimisch würde, dann bräuchte es weniger Jäger. Und das ist deren Sorge.
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu! Wenn ein Jäger nicht einmal Hund von Wolf unterscheiden kann, dann hat der im Wald nichts zu suchen! Ich würde mich unheimlich freuen, wenn der Wolf in Deutschlands Wäldern wieder heimisch werden könnte. Dann brauchen wir auch weniger solcher "Jäger und Heger"!
20:11
Das schlimme ist aber (wie bereits kommentiert), dass ein halbblinder Greis durch die Gegend läuft und auf alles schießt, was sich bewegt !!!
Wenn er denn schon den Wolf geschossen hat: Warum geht er denn nicht zu seinem Opfer und nimmt es mit ????
Abknallen und liegenlassen ??? Das ist des Jägers Devise ???
Tolles Waidwerk - toller Waidmann !!!
Der Greis war nicht sicher ob er Mensch oder Tier erschossen hat - deshalb ist er ohne Beute abgehauen !
14:56
Wer hat angst vorm bösen Wolf?....
Die Wildschweine sind schon in der Stadt, dann kommen die Wölfe auch bald.
13:59
Ich halte eine friedliche Koexistenz von Wolf und Mensch in Deutschland für äußerst unwarscheinlich. Ein dicht besiedeltes Industrieland mit einer ausgeprägten Freizeitkultur ist einfach kein idealer Lebensraum für Isegrim.
Ich warne auch davor, den Wolf zu verharmlosen. Wir reden hier schließlich von einem wilden Raubtier, welches keinen Sinn für Bilderbuchromantik hat. Unsere Vorfahren - die noch ein viel engeres Verhältnis zur Natur hatten - werden schon ihre Gründe gehabt haben, den Wolf zu bekämpfen.
Der Wolf wurde bekämpft, weil er ein Nahrungskonkurrent war, nicht weil er für Menschen gefährlich ist. Jeder kann mit einem Knüppel in der Hand und laut schreinend ein ganzes Rudel vertreiben. Für Leute deren Bildung auf dem Stand von 1750 ist, ist das aber nicht zu begreifen. Herr wirf Hirn vom Himmel.
Gründe, ein Wildtier zu bekämpfen gibt es immer. Es fragt sich nur, ob es triftige Gründe gibt un die sind m.E. nicht vorhanden. Bekannerweise ist der Wolf ein sehr scheues Wildtier und meidet den Menschen.Es dürfte sich auch herum gesprochen haben, dass er Schafe nur sehr selten reißt, weil er andere Beute (Wild) bevorzugt. Wenn doch mal so ein armes Schaf gerissen wird, ist das bedauerlich, jedoch den materiallen Schaden bekommen die Halter vom Staat ersetzt. Zu dem erneuten Abschuss kann ich nur sagen, dass die Jäger dringend ihre Mitglieder einmal durchforsten sollten, denn immerhin ist dies schon der 2. Fall, wo ein unter Naturschutz stehender Wolf von Jägern abgeschossen wurde und stets kommt die ungeheuerliche Ausrede, er sei für einen wildernden Hund gehalten worden. Wie viele Jagdgenossen laufen halb blind und unwissend mit der Flinte herum und sind nicht in der Lage, Tiere unterscheiden zu können. Ich halte solche Jäger auch für eine große Gefahr für den Menschen.
13:52
und Rotkäppchen kam aus der Disco !
13:04
wer glaubt denn so einen stuss?der 71er will ein hund/wolf wie auch immer nicht unterscheiden können?der ballert auch auf tannenzapfen,die er für rebhühner hält.und die gehetzten rehe hat er wohl in seiner einbildung gesehen.aber einbildung ist auch ne bildung.waffenschein abgeben und löhnen ist hier die einzig richtige entscheidung.
Da wollte ein gelangtweilter Opa einfach ein bisschen rumballern auf alles was sich bewegt