Totenglocken im Erzbistum Köln läuten für Flüchtlinge

Mit einer außergewöhnlichen Aktion will das Erzbistum Köln an die Opfer der Flüchtlingskatastrophen auf dem Mittelmeer erinnern. Am Vorabend des Welttages der Flüchtlinge Mitte Juni sollen an 230 Kirchen die Totenglocken 100 Mal läuten. Das Bistum wolle damit auch einen Weckruf für eine andere Flüchtlingspolitik aussenden, sagte Kardinal Rainer Maria Woelki dem WDR-Fernsehen. Die Politik müsse für legale Zugangswege nach Europa sorgen und "endlich mit der Abschottung auf dem Mittelmeer aufhören". Grenzenschutz dürfe nicht über den Menschenschutz gestellt werden.

Köln.. Die UN hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. An diesem Tag werden auch die aktuellen Flüchtlingszahlen veröffentlicht. In Köln soll auch die größte Glocke des Doms, der "Dicke Pitter" läuten. Er wird sonst nur zu besonderen Anlässen geschlagen: an hohen kirchlichen Feiertagen, zum Tod und zur Wahl eines Papstes oder Kölner Erzbischofs.