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Viele Schulen und Kindergärten im Revier bleiben Mittwoch zu

10.06.2014 | 18:11 Uhr
Nach dem Unwetter mit Gewitter und Starkregen in Duisburgwerden am Dienstag die Schäden sichtbar. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Essen.   Orkanböen, Starkregen und Blitze: Wie eine Walze zog eine Gewitterfront über Nordrhein-Westfalen am Pfingstmontag hinweg. Mehrere Menschen fielen dem schweren Unwetter zum Opfer. Der Verkehr auf Straßen und Schienen ist weiterhin gestört. Und es gilt weiter eine Warnung vor Unwetter.

Die Folgen des schwersten Unwetters seit Jahren werden die Menschen im Ruhrgebiet noch lange spüren. Die Aufräumarbeiten haben zwar vielerorts schon begonnen, doch noch immer versperren Bäume zahlreiche Straßen, Bahnstrecken sind weiterhin gesperrt. Die Stadt Essen hat schon jetzt angekündigt, dass die Schulen nicht nur Mittwoch, sondern auch noch am Donnerstag geschlossen bleiben werden.

Am Mittwoch fällt der Unterricht auch in Mülheim, Herne, Bochum, Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel und Neuss aus. Schäden an Schulgebäuden, sowie Gefahren auf den Schulwegen durch weiterhin umstürzende Bäume oder Aufräumarbeiten machten dies notwendig, hieß es bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Auch einige Kitas bleiben geschlossen. In Düsseldorf fällt der Unterricht an 24 Grundschulen und 6 weiterführenden Schulen aus. Drei Kindergärten bleiben zu, teilte die Stadt mit. Einen allgemeinen Unterrichtsausfall gebe es aber nicht. Auch in Dormagen bleiben drei Schulen geschlossen.

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Essen, 10.06.14: Das heftige Gewitter, das in der Nacht zum Dienstag über Essen und NRW hinwegzog, richtete schwere Schäden an Autos und Häusern an. Viele Straßen waren lange unpassierbar. Auch heute dauern die Aufräumarbeiten an.

Beim schwersten Unwetter in Nordrhein-Westfalen seit Jahren waren in der Nacht zu Dienstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Und die Gefahr ist nicht vorüber: In weiten Teilen von NRW seien bei Temperaturen um 30 Grad bis zum Mittwochmorgen immer wieder heftige Gewitter mit Orkanböen, heftigem Regen und Hagel möglich, warnen Experten.

Wie schon am Montag kommen die Unwetter dabei aus dem Südwesten, erreichen zunächst den Aachener Raum, ziehen über Niederrhein und Ruhrgebiet weiter bis ins Münsterland. Wo die Intensität am höchsten ist, lässt sich nach Angaben der Meteorologin nicht vorhersagen. Warnungen vor schwerem Gewitter galten am Dienstagmorgen für alle Landesteile.

Erneute Warnung am Dienstagabend

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Dienstagabend vor erneuten schweren Gewittern und heftigen Regenfällen im Ruhrgebiet: "Heute Abend ab etwa 18.30 Uhr besteht in Essen noch einmal Gefahr", sagt Cornelia Urban, Meteorologin beim DWD. Auch andere Ruhrgebietsstädte, etwa Mülheim, Bochum und Gelsenkirchen, seien betroffen Vermutlich würden diese Gewitter aber nicht ganz so heftig ausfallen wie am Montag. Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern seien nicht auszuschließen. "Das Ganze könnte sich in der Nacht noch einmal wiederholen."

Urban warnt vor Spaziergängen im Wald oder in Gegenden mit vielen Bäumen. "Da besteht natürlich die Gefahr, dass lose Äste herunterfallen. Da sollte man derzeit sehr vorsichtig sein." Am Mittwoch werde das Wetter langsam abziehen. "Donnerstag und Freitag wird es 24 Grad warm und trocken sein."

Sturmschäden - Aufräumarbeiten auf Straßen dauern an

Laut Straßen.NRW dauern die Aufräumarbeiten weiterhin an: "Allein auf der derzeit gesperrten A40 bei Mülheim und der gesperrten A52 bei Essen werden die Aufräumarbeiten bis in die Abendstunden gehen. Mehr als 150 Bäume sind auf die Fahrbahn gestürzt."

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Ähnlich sieht es aus auf der A43 bei Recklinghausen. Hier ist die Fahrtrichtung Wuppertal wegen umgefallener Bäume gesperrt. Außerdem ist eine Lärmschutzwand zwischen Recklinghausen und Herne einsturzgefährdet. Weiterhin gesperrt bleiben die Verbindung von der A2 auf die A45 bei Dortmund-Nord-West und die A540 bei Grevenbroich in Richtung Köln. Die A3 bei Ratingen in Richtung Köln ist nur einstreifig befahrbar.

Auch auf Bundes- und Landesstraßen kommt es zu zahlreichen Verkehrseinschränkungen. In Brilon musste heute Nacht die L870 von einer Schlammlawine geräumt werden, damit der Verkehr wieder fließen konnte. Zudem war die L776 zwischen Bestwig und Rüthen gesperrt. Im Moment sind fast überall die Straßenmeistereien mit Kehrmaschinen unterwegs, um die Straßen von den Sturmfolgen zu reinigen. Die gesamten Aufräumarbeiten werden laut Straßen.NRW mehrere Wochen dauern, der Schaden ist noch nicht bezifferbar.

Viele Schulen bleiben zu

Viele Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen dürfen sich am Mittwoch über schulfrei freuen. Wegen des Unwetters hat die Stadt Herne vorerst alle Sportplätze in Herne gesperrt. Auch die Schulen bleiben noch am Mittwoch geschlossen, sagt Stadtsprecher Horst Martens. Man wolle kein Risiko eingehen, sagt er.

Auch die Schulen in Essen werden am MIttwoch dicht sein.

In Bochum bleiben die Schulen am Mittwoch ebenfalls geschlossen. Das gilt auch für alle Betreuungsmaßnahmen. Nach dem schweren Unwetter will die Stadt jede Gefahr für Kinder und Lehrkräfte
ausschließen. Die Schäden an den Schulen und auf den Grundstücken werden nun abgearbeitet, um die Sicherheit zu gewährleisten.

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Fast 5000 Einsätze musste die Polizei in Nordrhein-Westfalen nach eigenen Angaben in der Nacht bewältigen. 30 Menschen wurden demnach schwer- und 37 leichtverletzt.

In Krefeld hatte ein umstürzender Baum eine Stromleitung und einen 28-jährigen Radfahrer getroffen. Er starb an einem Stromschlag. In Düsseldorf stürzte ein Baum auf eine Gartenlaube. Dabei wurden drei Personen getötet und sechs verletzt. In Köln erlitt ein 52-jähriger Radfahrer tödliche Verletzungen durch einen umstürzenden Baum.

Die Folgen des Unwetters

 

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Kommentare
11.06.2014
14:58
Die Natur
von Wolfsblut2011 | #15

braucht uns Menschen nicht - aber wir brauchen die Natur! Die Menschen kapieren das aber leider nicht und nun wird sich die Natur rächen. Mir wird...
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Viele Schulen und Kindergärten im Revier bleiben Mittwoch zu
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2014-06-10 18:11
Unwetter,Gewitter,Sturm,Schäden,
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