Todesfall überschattet Silvesterlauf von Werl nach Soest
31.12.2011 | 20:01 Uhr 2011-12-31T20:01:00+0100
Soest. Sabrina Mockenhaupt verlieh dem 30. Silvesterlauf von Werl nach Soest internationalen Glanz. Während sie bei den Frauen triumphierte, gewann Dominik Fabianowski bei den Herren. Überschattet wurde die Traditionsveranstaltung vom Tod eines 45-jährigen Soesters.
Ein Interview noch, das x-te Foto mit einem der zigtausend Hobbyläufer – dann verschwand Sabrina Mockenhaupt fröhlich lachend vom Soester Marktplatz. Um ihren Hals baumelte ein goldener Kranz, in der Hand hielt sie den Pokal für ihren Sieg beim 30. Silvesterlauf von Werl nach Soest über 15 Kilometer.
Mockenhaupt der Star
Sabrina Mockenhaupt startet - wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht am Silvestertag in der Soester Börde. Ausgerechnet die Jubiläumsausgabe dieses karikativen Laufes wurde durch die Teilnahme der 31-jährigen, im Marathon bereits für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizierten Siegerländerin geadelt. „Ich habe vor zwei Tagen in Willingen im Bett gelegen“, erklärte „Mocki“ später, „und gedacht: Mist, hier ist gar kein richtiger Schnee.“
Spontan am Start
Denn eigentlich standen auf dem Programm der schnellsten Deutschen über 5000 und 10000 Meter für den Jahreswechsel ein paar Tage Ski-Langlauf. Weil jedoch der Untergrund fehlte, entschied sich Sabrina Mockenhaupt spontan für den Start beim Silvesterlauf von Werl nach Soest.
Eine echte Auszeichnung für das Rennen über die Bundesstraße 1, zu dem sich so gut wie nie Spitzensportler verirren, weil es weder Start- noch Siegprämien gibt. „Ich habe sogar Startgeld bezahlt“, sagte auch Mockenhaupt grinsend und ergänzte: „Es ist ja für einen guten Zweck.“ Diesmal kommt der komplette Erlös der Caritas Werl, der DLRG Soest und dem Soester Walpurgishaus zu Gute.
Heike Bienstein ohne Chance
„Heute wollte ich nur gewinnen, die Zeit war mir egal“, erzählte Sabrina Mockenhaupt noch. Und dieses Vorhaben setzte sie äußerst souverän in die Tat um. In 53:37 Minuten gewann die Läuferin der LG Sieg vor Heike Bienstein aus Oeventrop (57:29), die immerhin die vergangenen vier Silvesterläufe in Serie für sich entschieden hatte. „Als ich Sabrina am Start gesehen habe, war mir klar: Das wird heute nichts mit dem fünften Sieg in Folge“, sagte Bienstein später, „Sabrina läuft in einer anderen Liga.“
Im Trubel um die deutsche Vorzeigeläuferin ging im Ziel sogar der Sieg von Dominik Fabianowski (Troisdorf/Siegburg) bei den Männern ein wenig unter. In 47:50 Minuten setzte er sich hauchdünn vor Jörg Heiner (SG Wenden; 47:51) durch. Simon Dahl (TV Refrath; 49:21) belegte mit einigem Abstand Platz drei.
Insgesamt machten sich gut 5500 Läufer, Walker, Inliner und Wanderer auf den Weg von Werl nach Soest oder absolvierten die 5-Kilometer-Distanz von Ampen nach Soest. Hier siegten Leif Gunkel (SC Fretter; 15:53 Minuten) und Annika Holtmann (LG Hamm; 21:41).
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22:16
Wenn da jedes AJahr ein paar tausend starten und alle paar Jahre mal einer draufgeht passt das relativ gut zum statistischen Lebensrisiko, also für den Fachmann eigentlich nichts Besonderes.
Also, wer geht das nächste Bier holen?
12:59
"Ausgerechnet die Jubiläumsausgabe dieses karikativen Laufes wurde durch die Teilnahme der 31-jährigen, im Marathon bereits für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizierten Siegerländerin geadelt"
Karitativ...Karikativ... eh allet dat Gleiche!