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Tiger-Attacke

Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot

27.08.2012 | 11:54 Uhr
Im Kölner Zoo hat ein Tiger eine Pflegerin attackiert und tödlich verletzt. Tierschützer fordern nun, dass Raubkatzen nicht mehr in Zoos gehalten werden dürfenFoto: dapd

Köln.  Nach dem Angriff eines Tigers auf eine Pflegerin im Kölner Zoo gehen Tierschützer in die Offensive: Sie fordern, dass Raubkatzen nicht mehr in Zoos gehalten werden dürfen. Unfälle wie dieser seien "vorprogramiert", weil die Tiere artwidrig gehalten würden. Auch der Zoodirektor wird kritisiert.

Der Tod einer Tierpflegerin im Kölner Zoo hat unter Tierschützern eine lebhafte Debatte über die Haltung von Wildkatzen in Zoos befeuert. Die Tierrechtsorganisation Peta fordert, die Haltung von Großkatzen in Zoos zu verbieten. "Durch die artwidrige Haltung in viel zu kleinen Gehegen nutzen die Raubkatzen jede sich bietende Möglichkeit, ihrem Gefängnis zu entkommen", warnt Peta. "Ausbrüche und tödliche Unfälle sind daher vorprogrammiert."

„Bestimmte Tierarten wie Großkatzen, Eisbären oder Menschenaffen leiden immens unter der Gefangenschaft und müssen aus den Zoos verschwinden“, sagte Petas Zoo-Experte Peter Höffken. Die Tierschützer weisen daraufhin, dass Tiger in freier Wildbahn ein Revier von 300 Quadratkilometern durchstreifen würden, im Zoo aber auf wenigen Quadratmetern eingesperrt seien.

WWF: "Tiger im Zoo sind alle verhaltensgestört"

Auch die Tierschutzorganisation WWF hat sich zu dem Unfall im Kölner Zoo geäußert. Sprecher Jörn Ehlers sagt, die in Zoos gehaltenen Tiger seien allesamt verhaltensgestört und würden in freier Wildnis nicht überleben.

Am Samstag hatte ein Tiger eine 43-jährige Tierpflegerin im Kölner Zoo angegriffen und tödlich verletzt . Nach Angaben von Zoo-Direktor Theo Pagel war die Pflegerin sehr erfahren und arbeitete schon seit mehreren Jahren mit Großkatzen.

Pflegerin vergaß wohl, den Tiger einzusperren

Nach derzeitigem Kenntnisstand habe die Frau vor Beginn der täglichen routinemäßigen Reinigung versäumt, den Tiger abzusperren , erklärte der Zoo. Vermutlich habe das Tier sie von hinten angefallen, ihr einen tödliche Biss am Hals zugefügt und dann von ihr abgelassen.

Im Kölner Zoo hat ein Tiger eine Pflegerin angegriffen und tödlich verletzt. Der Zoodirektor hat das Tier anschließend erschossen.Foto: StepMap

Die Polizei leitete nach dem Unglück ein Todesermittlungsverfahren ein, um den genauen Hergang des Geschehens zu klären.

Facebook-User greifen Kölner Zoo-Direktor an

Auf der Facebook-Seite des Kölner Zoos diskutieren Zoo-Fans und Tierschützer, ob der Tiger nach seinem Angriff getötet werden musste. "Meiner Meinung nach hätte man den Tiger nicht sofort erschießen müssen", schreibt eine Userin, "Eine Betäubung hätte gereicht, man hätte ihn bis zur Klärung der traurigen Tatsachen isolieren können. Ich denke, das wäre auch im Sinne der Tierpflegerin gewesen." Ein anderer Nutzer fasst seine Auffassung allgemeiner zusammen: "Wir Menschen haben verdammt nochmal nicht das Recht Lebewesen zu töten. Der Zoodirektor gehört bestraft."

Andere verteidigen die Entscheidung, das Tier zu erschießen: "Ich denke, dass es sicher dem Zoodirektor nicht leicht gefallen ist, das Tier zu erschießen, aber Menschensicherung geht in solch einem Fall vor und die Rettungskräfte sollten ja so schnell als möglich zur Verletzten", schreibt einer. Andere weisen daraufhin, dass eine Betäubung des Tieres zu lange gedauert hätte.

Tiger tötet Pflegerin

Zoodirektor Pagel hat den Tiger nach der Attacke auf Anweisung von Polizisten von einem Dach aus erschossen. Das Tier sei sofort tot gewesen, sagte er. In Bezug auf den Tod der Pflegerin sagte Pagel: "Dies ist der schwärzeste Tag meines Lebens."  (mit afp, dapd)

 

Gerrit Dorn



Kommentare
29.08.2012
23:26
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von Karl-Napp | #28

Die Editierung dieser Kommentare ist einfach lächerlich. Wahrheiten werden wegeditiert....
Wenn ich sehe, was hier an Wahrheiten gegen diese lächerliche Organisation PETA wegeditiert wurde, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Hauptsache durch solche lächerlichen Dinge darauf hoffen, dass Spenden reinkommen....

29.08.2012
21:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #27

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.08.2012
18:30
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von unweit | #26

Wirklich unglaublich das nach diesem Unfall sogar gefordert wird das dieses Tier nicht getötet hätte müssen!

27.08.2012
16:05
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von dummmberger | #25

Man packt sich annen Kopp!

Da ist eine Frau zu Tode gekommen und Deutschland diskutiert nur über den armen Tiger, der dabei draufgegangen ist.

1 Antwort
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von freimeinung | #25-1

Wäre die Frau weniger medienwirksam ums Leben gekommen, hätte es niemanden interessiert. So ist eben nunmal.

27.08.2012
15:38
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von mith | #24

[edt. - Verleumdung] Diese Organisation ist in meinen Augen nicht seriös.

27.08.2012
15:18
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von Belenes | #23

Oh 300 DM pro Monat

27.08.2012
15:17
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von Belenes | #22

WWF?

Klar merkwürdige Elefantenjäger aus Südgefilden, die unter schweren Büroakten ausgetreten werden müssen. Ich hatte 300 DM damals an den WWF bezahlt und bekam nicht mal ein Dankeschön.
Das ist WWF. Aber für mails a la, achja, da bahnt sich wohl zwischen der Sekretärin und dem Chef was an... naja, wir wünschen den beiden Glück und Spaß... dafür ist Zeit.

27.08.2012
14:56
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von Belenes | #21

Es sollte aber auch jetzt Ruhe einziehen. Die Pflegerin hat wohl durch Routine einen Fehler gemacht und so etwas wird bei Raubkatzen mit dem Tode bestrafte, meistens.
Die anderen Medienaussagen widersprechen sich so sehr, dass es eine Krise ist.
Einmal hat der Pagel sofort geschossen, dann wurde er gerufen, dann hat ihm die Polizei den Auftrag gegeben. Einmal hat der Tigerkater sie im Nacken gepackt, dann an der Kehle. Und dann war sie angeblich am Leben als sie noch im Gehege lag und der Tiger ließ ab. Dann ließ der Tiger doch nicht ab und er musste erschossen werden, obwohl sie nicht mehr lebte. Das ist alles sehr merkwürdig.
Ein Tiger ist ein perfekter "Mörder"für jemanden der jemanden los werden mag.
Da ist was komisches im Gange. Ich bin sehr skeptisch.

27.08.2012
14:48
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von joestar | #20

WWF - sind das nicht die, die Werbung zur Rettung der Tiger betreiben und bei einem Anruf 5€ kassieren? Auf das Geld möchte der WWF aber nicht verzichten!

27.08.2012
14:36
Tierschützer fordern nach tödlichem Unfall im Zoo Köln Tiger-Verbot
von Belenes | #19

PETA, oh Gott....

Das sind die größten Vollpfosten. Die lassen auch mal in Aktion 400 Nerze aus einer Zuchtfarm raus, damit die auf der nächsten Autobahn zu Matsch gefahren werden und auf dem Brei ein Unfall mit 40 Pkw entsteht.
Hinterher stehen die da und waren es nicht, weil es ne Einzelaktion war.
Die Nummern kenne ich... mach es, wenn was schief geht, dann kenne ich Dich nicht.

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