Teure Pflaster für Gastronomen

An Rhein und Ruhr..  Düsseldorf zählt mit zu den teuersten Pflastern für die Außengastronomie. 1100 Euro zahlen Wirte dort an Gebühren, wenn sie den Sommer über fünf Tische mit je fünf Stühlen auf den Bürgersteig stellen. Teurer ist es nur noch in Wuppertal (1212,50 Euro) und in Bonn (1250 Euro). Das hat jetzt ein landesweiter Vergleich des Bundes der Steuerzahler (BdSt) ergeben.

Die alljährlich erstellte Übersicht zeigt wenig Veränderung. Nur drei der 56 untersuchten NRW-Städte mit mehr als 60 000 Einwohnern haben ihre sogenannte „Terrassengebühr“ erhöht: Gladbeck, Recklinghausen und Viersen -- Recklinghausen allerdings ziemlich saftig, um satte 60 %. Der Steuerzahlerbund lehnt die „Terrassengebühr“ grundsätzlich ab. Mit der Außengastronomie werteten die Wirte die Innenstädte auf. Das werde aber nicht honoriert, im Gegenteil. Der BdSt ist der Meinung, dass die Kommunen bereits über die steigende Gewerbe- und Einkommenssteuer vom wirtschaftlichen Erfolg der Cafébetreiber genug profitierten.

Ein Blick in weitere Städte an Rhein und Ruhr: Moers ist mit 812,50 ziemlich teuer (Platz 8 im NRW-Vergleich) und liegt damit noch vor Großstädten wie Essen (625 Euro) und Duisburg (500 Euro) – und das obwohl die Kämmerer dort noch ungleich höhere Finanzsorgen plagen. Oberhausen verlangt 408,75 Euro, Krefeld 402,50 Euro. In Dinslaken sind es 387,50 Euro und in Wesel 356,25 Euro. In Mülheim werden Gastronomen mit 287,50 Euro zur Kasse gebeten.