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Tankbetrüger verursachen immer höheren Schaden

22.09.2012 | 06:27 Uhr
Foto: /dapd/Lennart Preiss

Im ersten Halbjahr 2012 haben die Fälle von Tankbetrug an den Zapfsäulen in Nordrhein-Westfalen deutlich zugenommen. Wie Frank Scheulen vom Landeskriminalamt der Nachrichtenagentur dapd auf Anfrage mitteilte, ist die Zahl der Fälle gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals um 7,5 Prozent auf insgesamt 11.368 Fälle gestiegen.

Düsseldorf (dapd-nrw). Im ersten Halbjahr 2012 haben die Fälle von Tankbetrug an den Zapfsäulen in Nordrhein-Westfalen deutlich zugenommen. Wie Frank Scheulen vom Landeskriminalamt der Nachrichtenagentur dapd auf Anfrage mitteilte, ist die Zahl der Fälle gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals um 7,5 Prozent auf insgesamt 11.368 Fälle gestiegen. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl um 9 Prozent gestiegen und hatte die Tankstellen knapp 1,8 Millionen Euro gekostet. Mit 21.978 bekannt gewordenen Fällen lag das Land damit auf Platz eins der "Tankbetrug-Hochburgen".

Einen "kontinuierlichen Anstieg" beobachtet auch der Bundesverband Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland (BTG). Ein wichtiger Faktor dieser Entwicklung seien die steigenden Spritpreise, hieß es.

Besonders häufig betrogen würden Tankstellen an Ausfahrtsstraßen, an denen es viel Durchgangsverkehr gibt. "Das Problem sind die großen Tankstellen in Stadtlage mit sehr vielen Kunden", sagte Jürgen Ziegner vom Fachverband Tankstellen - Gewerbe (FTG). Laut Bundeskriminalamt war Köln mit 244 Fällen je 100.000 Einwohner im vergangenen Jahr die Stadt mit den meisten Tankbetrügern.

Tankbetrug ist eine Straftat, die vor allem männliche Autofahrer begehen. Der Kriminalitätsstatistik zufolge sind rund 80 Prozent aller verdächtigen Tankstellenbetrüger in NRW Männer. Ein steigender Trend bei niedrigen Fallzahlen lässt sich bei Tatverdächtigen mit Wohnsitz im Ausland ausmachen. Deren Zahl stieg von 105 im Jahr 2008 auf 337 im Jahr 2011, ermittelte das Landeskriminalamt NRW.

Viel häufiger kommen die Täter allerdings aus der näheren Umgebung. Um nicht erkannt zu werden, verwenden die Täter gestohlene oder unkenntlich gemachte Kennzeichen. Die eher niedrige Aufklärungsquote in Nordrhein-Westfalen konnte die Polizei im ersten Halbjahr 2012 auf knapp 36 Prozent verbessern. Insgesamt 4.044 Delikte wurden in diesem Zeitraum aufgeklärt.

dapd

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