Städte räumen unbewohnbare Häuser

An Rhein und Ruhr..  Städte in Nordrhein-Westfalen machen zunehmend von dem Recht Gebrauch, sogenannte Schrottimmobilien für unbewohnbar zu erklären. So hat die Stadt Gelsenkirchen seit Inkrafttreten des neuen Wohnungsaufsichtsgesetzes vor rund einem Jahr bereits 14 Mal zu dieser Maßnahme gegriffen. Mit dem neuen Gesetz können Kommunen gegen Immobilienbesitzer vorgehen, die ihre Wohnungen überbelegen oder die Häuser stark vernachlässigen.

Die Wohnungsämter können bei Missständen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro gegen den Eigentümer verhängen oder die Immobilie sogar für unbewohnbar erklären. Die Wohnungen müssen dann geräumt werden. In Köln und Duisburg haben die Städte seit April vergangenen Jahres jeweils drei Häuser für unbewohnbar erklärt. Dortmund und Bochum haben je eine „Schrottimmobilie“ geschlossen. Die Wohnungseigentümer müssen in diesen Fällen angemessenen Ersatzwohnraum zur Verfügung stellen.

Im Notfall Räumung sofort

In Gelsenkirchen hätten die Bewohner selbstständig neue Wohnungen gefunden, erklärt Oliver Schäfer von der Stadt. Das dreiköpfige Projektteam EU-Ost kontrolliert mit der Polizei „Schrottimmobilien“ und räumt die Häuser im Notfall sofort. Das Team informiert die Bewohner in ihrer Landessprache, meist Rumänisch oder Bulgarisch.