Stadtwerken drohen Verluste durch Beteiligung an RWE-Projekt

Mehreren Stadtwerken in NRW drohen nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zweistellige Millionenverluste. Hintergrund seien Investitionen in einen Kohlekraftwerksneubau des Energiekonzerns RWE in Hamm, dessen Anteile mittlerweile wertlos seien, berichtet das Magazin am Freitag vorab.

Essen.. Der Essener Konzern habe den betroffenen 23 Städten in einem Schreiben einen Ausstieg aus dem Projekt unterbreitet und einen Kaufpreis von einem Euro angeboten, so das Magazin. Das bedeutete den Totalverlust des Investments. Ein RWE-Sprecher wollte zu dem Bericht auf Anfrage keine Stellung nehmen und verwies darauf, dass Vertraulichkeit bei den laufenden Gesprächen vereinbart worden sei.

RWE hatte vor einigen Jahren Beteiligungen an dem sogenannten Gekko-Projekt an die kommunalen Versorger verkauft, die derzeit zu 23 Prozent an dem 2,4 Milliarden-Euro-Projekt beteiligt sind. Als dann die Großhandelsstrompreise eingebrochen seien, habe sich das Vorhaben zum Finanzdesaster entwickelt, so das Magazin. Zudem sei einer der beiden Meiler wegen technischer Probleme bis auf weiteres ausgefallen.