Staatsanwalt ermittelt wohl wegen Dioxin-Eiern

Ein Experte des Landesamtes für Umwelt und Naturschutz nimmt Proben auf dem betroffenen Hühnerhof in Ostwestfalen. Die Sperrung des Hofes ist nach erneut erhöhten PCB-Werten ausgeweitet worden.
Ein Experte des Landesamtes für Umwelt und Naturschutz nimmt Proben auf dem betroffenen Hühnerhof in Ostwestfalen. Die Sperrung des Hofes ist nach erneut erhöhten PCB-Werten ausgeweitet worden.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Der Fund Dioxin-belasteter Eier auf einem Bauernhof im Landkreis Minden-Lübbecke hat ein juristisches Nachspiel: Laut einem Medienbericht prüft die Staatsanwaltschaft, ob ein Verstoß gegen das Lebensmittelrecht vorliegt. Auch Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung seien möglich.

Bielefeld.. Einem Bio-Hof im ostwestfälischen Stemwede drohen nach dem Fund von Dioxin-belasteten Eiern strafrechtliche Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld überprüft einen möglichen Verstoß gegen das Lebensmittelrecht, wie das "Westfalen-Blatt" (Mittwochausgabe) berichtete. Staatsanwalt Christoph Mackel sagte der Zeitung laut Vorabbericht, ergebe sich ein Anfangsverdacht, könnten Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden.

Dem Bericht zufolge denkt das NRW-Verbraucherschutzministerium über ein Bußgeldverfahren gegen den Betrieb im Kreis Minden-Lübbecke nach. Grund ist demnach, dass Vertriebswege verschwiegen sowie das Ministerium erst zwei Wochen nach dem Fund über die Dioxin-Belastung informiert worden seien. (dapd)