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SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle

17.12.2012 | 21:51 Uhr
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
Bei der „Phönix“-Konferenz (v.l.): Erich Staake (Chef Duisburger Hafen AG), Robert Schmidt (Geschäftsführer Vivawest Wohnen), Bodo Hombach (Initiativkreis-Moderator), Peer Steinbrück (SPD-Kanzlerkandidat), Jürgen Fitschen (Co-Chef Deutsche Bank), Peter Terium (RWE-Chef), Stephan Holthoff-Pförtner (Vorsitzender Politisches Forum Ruhr).Foto: Kai Kitschenberg

Essen.  Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat einen Fünf-Punkte-Plan für eine strikte Organisation der Energiewende vorgelegt. Den geplanten Umstieg von der Atomkraft auf eine regenerative Versorgung verglich er mit der Landung des ersten Amerikaners auf dem Mond.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will die Energiewende im kommenden Bundestagswahlkampf offenbar zum beherrschenden wirtschaftspolitischen Thema machen. Das hat er auf einer Konferenz des Unternehmensnetzwerks Initiativkreis Ruhr (IR) in Essen deutlich gemacht.

Steinbrück legte dort einen Fünf-Punkte-Plan für eine strikte Organisation der Energiewende vor. Den geplanten Umstieg von der Atomkraft auf eine regenerative Versorgung verglich er mit der Landung des ersten Amerikaners auf dem Mond. „Heute fehlt uns der Masterplan“, kritisierte der SPD-Kandidat auf der Abendveranstaltung der Konferenz „Der Phoenix fliegt“ die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung.

Kongress
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Der SPD-Kandidat will die Zuständigkeit für den Energieumbau auf ein Ministerium konzentrieren. Die Energieeffizienz soll stärker vorangetrieben werden. Sie sei gleichrangig mit dem Einsatz erneuerbaren Energien, sagte Steinbrück. Für den Ausbau der Strom-Netze will er eine Netz AG schaffen, an der Wirtschaft und Staat Anteile haben.

Er appellierte dafür, die acht bis neun Milliarden Euro hohen Subventionen für die Sonnenenergie auf den Prüfstand zu stellen, für eine Übergangszeit auch Stein- und Braunkohleenergie zu nutzen und dafür politische Sicherheit zu schaffen. „Der Wind weht nicht immer“.

Peter Terium, der Chef des RWE-Konzerns, stimmt zwar in mehreren Punkten mit dem Sozialdemokraten überein und setzte sich auch für einen Weiterbetrieb konventioneller Kraftwerke ein. Er warnte jedoch vor einem „Schlingerkurs“ der Politik - und einer zu starken staatlichen Regulierung sowie einer „kompletten Aushebung des Marktes“. Eindringlich mahnte er, gerade bei den Infrastrukturprojekten der Energiewende die Menschen durch Information miteinzubeziehen.

Ein Streit über den Einfluss von Staat und Markt setzte sich in einer Debatte über die Finanz- und Eurokrise fort. Jürgen Fitschen, der Vorstand der Deutschen Bank, sagte, in Griechenland hätten Staat wie Markt versagt. Beiden Seiten müsse man diesen Vorwurf machen. Dennoch seien Lockerungen nötig, auch im direkten Verhältnis zwischen Verbrauchern und Banken – zum Beispiel bei der Hausfinanzierung. Seine Forderung: Die Politik solle den Banken einen größeren Spielraum überlassen, die Kreditwürdigkeit von Häuslebauern zu prüfen.

Dietmar Seher



Kommentare
18.12.2012
19:44
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von Schlagobers | #26

Unter Gerhard Schröder hatten wir in der Bundesrepublik Deutschland die einzige, die erste und vielleicht letzte “ linke Regierungsmehrheit“. Jedenfalls das „Linkeste“ was es damals gab. Was daraus geworden ist wissen wir ja alle. Einer der damaligen Hauptverantwortlichen – Bodo Hombach –steht nun grinsend neben dem, Sozial??, Demokratischen??, Kanzlerkandidaten??, Peer Steinbrück.
Da kann ich nur sagen gute Nacht liebe Genossen. Gute Nacht Deutschland.

18.12.2012
19:25
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von Neronimus | #25

Wenn es denn deutsche Steinkohle sein soll, nur zu. Es wird endlich Zeit eigene Ressourcen zu nutzen. Ich habe noch nie verstanden warum, bei der Verbrennung von Gas und Erdöl, weniger CO2 anfallen soll. Die Schadstoffe die bei der Öl –Verbrennung anfallen sind auch nicht ohne. Darüber hinaus können moderne Kohlekraftwerke mit sehr effektiven Feinstaubfiltern ausgerüstet werden. Das Beste bei der ganzen Sache ist aber wir schaffen Arbeitsplätze in Deutschland und das Geld bleibt hier. Es wird nicht für Öl und Gas ins Ausland geschaufelt.
Parallel dazu können wir immer noch versuchen – aber bitte zu vernünftigen Kosten – regenerative Energien zu erschließen.

18.12.2012
18:41
Kohlenkerl
von wohlzufrieden | #24

Old Schnatterhand-Aufhalter Peer 100 Taler sieht also die Zukunft in der Kohle...Immer noch ganz der Alte...

18.12.2012
15:49
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus (Import )- Kohle
von albertus28 | #23

Steinbrück und Fitschen....gemeinsam auf dem Familienfoto der schmucken Alten-Herrn-Riege.Da stehen sie,die "Garanten für sozialen Gerechtigkeit"
Der Bankenboss und der selbsternannte Bankenfresser,wie schrieb der "Spiegel" so schön:von wegen Bankenfresser,.
der brave Steinbrück und Fitschen spielten Doppelpass

1 Antwort
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von wkah | #23-1

da sind sie falsch abgebogen .

Die Partys für die Deutsche Bank veranstaltet eine andere Partei

18.12.2012
15:13
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von steckritzel | #22

Steinbrück und Kohle!
Oder Kohle für Steinbrück ?
Oder gar bekommt in Zukunft Steinbrück die Kohle für seine Energie?
Oder, Steinbrück bekommt die Kohle und heizt demnächst die Räume über 18 Grad Celsius, was seinen Energieverbrauch in Zukuft erhöht?
Soviele Fragen, wo bleiben die Antworten ?
Wenn einem soviel Gutes widerfährt, das ist schon einen Pinot Grigio für 3 Euro wert !

2 Antworten
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von mkoerber | #22-1

Chapeau!
Volltreffer
Das ist herrlich formuliert.

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von kuba4711 | #22-2

@ steckritzel

Ein absolutes HIGHLIGHT! :-)))))))))))

18.12.2012
14:59
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von Pellet | #21

So, so. Herr Fitschen will die Kreditwürdigkeit von Häuslebauern besser durchleuchten. Dem Mann sollte man schnellstens heimleuchten. Nicht die Häuslebauer kosten uns Milliarden um Milliarden und unsere Zukunft, sondern die Banken und ihre politischen Freunde.
Mein Gott, bin ich angewidert.

18.12.2012
12:09
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hängt in der Luft
von kuba4711 | #20

Denn dieser Kandidat der deutschen Finanzwirtschaft hat auch einmal eine Zukunft für Deutschland entsprechend dem Finanzplatz "Londoner City" gesehen.
Damals, als er -zusammen mit seinen anderen neoliberalen Genossen die Finanzwirtschaft in Deutschland dereguliert hat.
Heute macht er sog. Energiewende auch wieder im Interesse der Konzerne ; d.h. den vier großen ehemaligen Strom - Herstellungsmonopolisten.
Geradezu genial die Feststellung von Peer ,dass nicht immer der Wind wehe.
Aber die warme Luft aus seinem Polit- Munde ,die versiegt -da möglicherweise immer gut geschmiert - niemals.
Mit was haben die Menschen eine derartige ,personifizierte Polit - Luftnummer als Kandidat eigentlich verdient?

18.12.2012
10:28
Steinkohle
von wohlzufrieden | #19

Old Schnatterhand-Aufhalter Peer 100 Taler im trautem Kreise. Ja, bei denen kommt jede Menge Kohle zusammen...

18.12.2012
09:51
Old SPD
von karmey | #18

Da steht sie wieder aufgereiht, die alte Bosse-Genossen-SPD, die Altherrenrunde mit Bodo Pöppenspeeler, Kohlenstaub in der Luft. Und das soll die Alternative zu Mutti Merkel sein? SPD, leg dich wieder hin!

18.12.2012
09:08
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht Zukunft für Energie aus Kohle
von Optio | #17

Schönes Bild.
Der neue Genosse der Bosse!

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