Sparkasse bittet Träger um 35 Mio. €

Dinslaken..  Die in die roten Zahlen geratene Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe bittet ihre Trägerkommunen um finanzielle Unterstützung, will mindestens 35 Millionen Euro haben, um eigenständig zu bleiben. Schon vor dem Jahresabschluss ist absehbar, dass das Geldinstitut mit einem Minus um die sieben bis neun Millionen Euro aus dem Jahr 2014 kommt. Der bereits eingeschlagene Konsolidierungskurs beinhaltet die Neuausrichtung des Kreditgeschäftes, wofür die Sparkasse ihr Eigenkapital erhöhen muss. Mindestens 35 Millionen Euro sollen die drei Trägerkommunen Dinslaken (60%), Voerde (30%) und Hünxe (10%) sowie der Kreis Wesel zuschießen, den man ebenfalls um einen Trägeranteil bitten will.

Kundengeld ist abgesichert

Einfach wird das nicht: Voerde und Hünxe sind pleite, befinden sich bereits in der Haushaltssicherung, Dinslaken steht kurz davor, der Kreis Wesel ist ebenfalls mittellos. Scheitert die Erhöhung der Trägeranteile, will man Fusionsgespräche führen, zunächst im Kreis Wesel. Dann könnte die häufiger als Partner gehandelte Sparkasse Duisburg wieder ins Gespräch kommen.

Das Geld der Sparkassenkunden ist indes nicht bedroht. Es ist durch den Haftungsverbund der Sparkassen abgesichert.