Sorgen um die nächste Brücke

Mülheim/Duisburg..  Keine akuten Schäden – aber: Bei der Raffelberg-brücke im Zuge der A 40 zwischen Duisburg-Kaiserberg und Mülheim raten Statiker davon ab, die Gewichtsbelastung bis zum Äußersten auszureizen. Damit keine schweren Lkw am Brückenrand stoppen, werden deshalb die Standspuren abgetrennt. Am Samstag werden dazu mobile Schutzwände aufgestellt – „eine präventive Maßnahme“, wie Norbert Fuß vom Landesbetrieb Straßen NRW betonte.

Gut 100 000 Fahrzeuge überqueren hier an normalen Werktagen die Ruhr, für so viel Verkehr war die 523 Meter lange Spannbeton-Brücke vor knapp 50 Jahren nicht gebaut worden (Freigabe: 1966). Auch für sie gilt deshalb: Mittelfristig muss die Brücke durch eine neue, breitere ersetzt werden mit sechs statt den bisher vier Fahrstreifen. „Die Planung läuft“, erklärte Fuß gestern auf NRZ-Nachfrage. Ein Bautermin, selbst ein vager, ist derzeit nicht in Sicht.

Um dem Verkehr der nächsten Jahre standzuhalten, soll die Brücke bald verstärkt werden. Das geschieht durch Gewindestangen, mit denen die Fahrbahnplatte und die Längsträger der Ruhr-Querung verschraubt werden. Die Arbeiten sollen laut Fuß im letzten Quartal dieses Jahres beginnen.
Die mobilen Wände werden am Samstag zwischen sieben und 20 Uhr auf den Standspuren aufgestellt. In dieser Zeit steht in jeder Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung, teilte der Landesbetrieb mit und warnte vorsorglich vor möglichen Staus.