Socke, such!

Der Mai steckt so voller Feiertage, dass einem schon mal einer abhanden kommt. Der 9. Mai war der „Tag der verlorenen Socke“, versteckt zwischen Weltkriegsgedenken und Muttertag. Während der Muttertag nach Blumen duftet, riecht der „Tag der verlorenen Socke“ eher streng und man fragt sich, wofür er gut sein soll.

Eine US-Firma sagt es uns. Im Andenken an all die verlorenen Socken verspricht sie uns rosige Zeiten: Keine Sockensuche mehr in den Katakomben von Männer-Sporttaschen oder unappetitlichen Teenager-Turnbeuteln. Keine Wühlkisten mehr mit Sockenwitwen, Waisen und Hinterbliebenen.

Die neuen „Smarter Socks“, seien „schlaue Socken, die ihren Partner nach dem Waschen leicht und spielerisch immer wiederfinden“. Jede Socke verfüge über einen Kommunikationsknopf mit eindeutiger ID, der über Funktechnologie und mit Hilfe einer iPhone-App dauerhaft zusammenführt, was auch zusammen gehört...

Unweigerlich drängt sich einem die Vorstellung auf, wie man mit erhobenem Handy durch die Wohnung zur Waschmaschine läuft, aus der es verzweifelt piepst: „Zu Hilfe, sie will mich fressen“. Aber auch in diesem Falle eines Totalverlustes durch Maschinentod, verspricht der Hersteller, könne eine in Farbe und Alter adäquate Socke dank der ID-Nummer gefunden werden. 10 smarte Socken kosten ab 150 Euro.

Das wiederum haut uns dann aus denselben!