Sieben kleine Geparden auf einen Streich

Münster..  Drei bis fünf Jungtiere sind bei Geparden normal. „Namoja“ hat im Allwetterzoo in Münster gleich sieben zur Welt gebracht. Der Tierpark spricht von einem sensationellen Zuchterfolg: „Sieben auf einen Streich ist Wahnsinn“, schwärmte Kurator Dr. Dirk Wewers. Gestern präsentierte der Zoo den putzmunteren Nachwuchs.

Die Kleinen – fünf Mädels und ein Junge – sind schon jeweils ein bis zwei Kilo schwer. Mutter „Namoja“ hatte sie am 28. April zur Welt gebracht, für sie war es der zweite Wurf. Kater Jabari ist wieder der Vater. Zwei der Minigeparden werden mit der Flasche ernährt. „Namoja“ hat zwar genug Zitzen (acht mal zwei), „aber vielleicht gibt nicht jede genug Milch“, meinte Zoosprecherin Steffi Heeke. Die Flaschenkinder erhalten schon erste Bröckchen Fleisch. Zoobesucher können die Rasselbande nebst Gepardenmama auf der hinteren Außenanlage am Aa-Kanal sehen. Die Kleinen balgen gerne im hohen Gras. „Man muss genau hinschauen“, sagt Heeke und empfiehlt, ein Fernglas in den Zoo mitzunehmen.

Schnellstes Landtier der Welt

Geparden gelten als schnellste Landtiere der Welt. Die ursprünglich in Afrika verbreiteten Katzen können auf kurzer Strecke über 90 Km/h laufen und sind in freier Wildbahn stark vom Aussterben bedroht. Ihre Zucht gilt als schwierig, umso mehr freut man sich im Allwetterzoo, dass dort seit den 70er-Jahren schon etwa 40 Jungtiere zur Welt kamen. Aus dem Zuchtbuch geht hervor: Nur zwei Prozent aller Würfe in europäischen Tierparks zählten sieben Jungtiere oder mehr.