Schlag gegen Hehlerbande

An Rhein und Ruhr..  Nach sechsmonatigen Ermittlungen ist der Polizei in Essen ein Schlag gegen eine achtköpfige Hehler-Bande gelungen. Bei einer Großrazzia, an der über 80 Polizeibeamte beteiligt waren, wurden eine Kfz-Werkstatt und zehn Wohnungen in Essen durchsucht, zwei weitere in Mülheim und Bottrop. Die Polizei nahm sieben Männer im Alter zwischen 25 und 28 Jahren fest. Gegen drei wurde Haftbefehl erlassen. Der Hauptverdächtige ging der Polizei im Januar ins Netz.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, 27 gestohlene Fahrzeuge, vor allem BMW-Modelle, für rund 500 000 Euro verkauft zu haben. Die Opfer waren völlig ahnungslos. Erst als sie ihren neuen Wagen anmelden wollten, erfuhren sie, dass dieser gestohlen war. „Für sie war es ein Schock“, berichtete der 1. Kriminalhauptkommissar Bodo Buschhausen. Sie mussten das Auto abgeben. Und das Geld war futsch. Buschhausen mahnt zu besonderer Vorsicht und rät dringend von Geschäften auf Parkplätzen ab.

Dorthin hatte ein 27-jähriger Hauptverdächtiger seine Opfer gelockt, um das Verkaufsgeschäft abzuwickeln. Dabei tarnte er sich als Arzt im weißen Kittel, als seriöser Geschäftsmann – oder gar als Journalist, der wegen eines Auftrages im Kriegsgebiet Syrien vorher sein Auto verkaufen müsse. Die Polizei konnte den Mann identifizieren, weil sein Kopf auf gefälschten Passkopien abgebildet war.