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Schere, Stein, Papier . . .

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Oberhausen. Manchmal hängt ein Menschenleben am seidenen Faden – wenn es um Fallschirmseide geht. Und wenn man unangenehmerweise mal auf der Straße in einen Schwertkampf verwickelt wird, kann eine zusammengerollte NRZ unter der Jacke Hiebe wirkungsvoll abwehren – Materialen wie Papier, Stoff, Stahl und Holz bergen erstaunliche Eigenschaften. Und sie prägen unser Leben und unsere Umwelt – und sind oft genug Grundlage für den Industriestandort Deutschland. Und wo wüsste man das besser als dort, wo einst die Wiege der Ruhrindustrie stand – in Oberhausen? Insofern ist die neueste Ausstellung des Landschaftsverbandes Rheinland im Industriemuseum der Zinkfabrik Altenberg gewiss am richtigen Ort. Vor allem aber ist sie weit von allem musealen Anstrich entfernt: Die Experimentier-Ausstellung „Ist das möglich?“ soll Neugier wecken für Materialwissenschaften – und damit auch bei Kindern und Jugendlichen mehr Ehrgeiz in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wecken.

Denn eines ist auch klar: Der Industriestandort NRW lebt vom Wissen und vom wissensinteressierten Nachwuchs. Wer Schüler der Klassen fünf bis zehn dafür begeistern will, muss vor allem den Spaß wecken – und den macht diese Ausstellung: Man kann die eigene Hand mikroskopieren, Hanteltraining machen und Papier und Wolle auf seine Reißfestigkeit testen und die Klassen können am Ende der acht Experimentalstationen zum Quiz antreten.

Die Uni Duisburg-Essen stellt passendes Lehrmaterial ins Internet – demnächst auch für Dritt- und Viertklässler. Aber man muss nicht Schüler sein, um an der Ausstellung Spaß zu haben: Sie ist auch für Otto Normalneugierige geöffnet (di-fr, 10-17, sa-so 11-18 Uhr).

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Schere, Stein, Papier . . .
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2015-01-24 00:11
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