Schavan weist Plagiatsvorwürfe erneut zurück
25.01.2013 | 11:21 Uhr 2013-01-25T11:21:55+0100Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat erneut bestritten, bei ihrer Doktorarbeit geschummelt zu haben. Die Vorwürfe, sie habe abgeschrieben oder getäuscht, weise sie entschieden zurück, sagte sie am Donnerstagabend dem Bayerischen Rundfunk (BR).
München (dapd-bwb). Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat erneut bestritten, bei ihrer Doktorarbeit geschummelt zu haben. Die Vorwürfe, sie habe abgeschrieben oder getäuscht, weise sie entschieden zurück, sagte sie am Donnerstagabend dem Bayerischen Rundfunk (BR).
Von der Universität Düsseldorf, die eine Überprüfung von Schavans Doktortitels eingeleitet hat, erwarte sie ein "ergebnisoffenes Verfahren", sagte die Ministerin weiter. Auf die Frage, ob sie bei ihrer Arbeit Fehler gemacht habe, antworte die CDU-Politikerin: "Gibt es einen Menschen, der von sich behaupten könnte, in den Texten seines Lebens keine Fehler gemacht zu haben?"
Schavan bewirbt sich am Freitag erneut als Bundestagskandidatin in ihrem Kreisverband Alb-Donau/Ulm. Ihre Aufstellung gilt als sicher. Trotz der Einleitung eines Verfahrens zur Überprüfung ihres Doktortitels hat Schavan weiter absoluten Rückhalt in ihrem Kreisverband, wie der Vorsitzende Paul Glökler sagte. Die Nominierungsversammlung zur Bundestagswahl beginnt um 19.00 Uhr im Ulmer Ortsteil Eggingen.
Die 57-Jährige vertritt seit 2005 den Wahlkreis Alb-Donau/Ulm mit Direktmandat im Bundestag, genau so lange ist sie Bundesbildungsministerin. Die zehn Jahre davor war sie Kultusministerin in Baden-Württemberg.
dapd
