Winterberger Alexander Gassner kämpft um das Skeleton-WM-Ticket

Strahlender Sieger: Alexander Gassner (BSC Winterberg) bei den Deutschen Meisterschaften.
Strahlender Sieger: Alexander Gassner (BSC Winterberg) bei den Deutschen Meisterschaften.
Foto: Dietmar Reker
Was wir bereits wissen
Nachdem Alexander Gassner es zu Beginn der Saison nicht in den Weltcup schaffte, hat er nun die Chance, sich noch für die WM in Winterberg zu qualifizieren.

Winterberg.. Samstag. Bobbahn Winterberg. Zwei Männer, zwei Schlitten, ein Duell - und der Gewinner darf auf den letzten Drücker zur Weltmeisterschaft. Der Kampf um den vierten Startplatz im deutschen Skeleton-Team bei den Titelkämpfen, die ebenfalls im Hochsauerland ausgetragen werden, spitzt sich zu. Mittendrin: Alexander Gassner vom BSC Winterberg. Siegt der 25-Jährige in der Ausscheidung gegen den 20-jährigen Martin Rosenberger vom WSV Königssee, erfüllt sich für ihn der Traum vom Start bei der Heim-WM an der Kappe doch noch. Nach einer verrückten Saison.

Starker nationaler Auftritt in Winterberg: Gassner wurde deutscher Meister

Weil Gassner die seit dieser Saison erforderliche Startnorm nicht erfüllte, verpasste er im Vorfeld der Serie den Sprung in das deutsche Weltcup-Team. Noch nicht einmal im zweitklassigen Intercontinental Cup ließen die Bundestrainer den Winterberger starten. Vielmehr wurde ihm in Aussicht gestellt, mit einem starken Auftritt bei der deutschen Meisterschaft wieder in den Fokus rücken zu können - wenn er die Startnorm zuvor erfüllte. Doch Gassner scheiterte an dieser Hürde erneut.

Der starke Auftritt bei den nationalen Titelkämpfen, der gelang ihm auf der Bobbahn in Winterberg allerdings perfekt. Vor den Weltcup-Startern sicherte sich Gassner die deutsche Meisterschaft. Mit einem Vorsprung von 1,14 Sekunden auf den Fünftplatzierten Martin Rosenberger zudem. Dieser Triumph ermöglicht ihm nun die Möglichkeit, vielleicht doch noch an der WM teilnehmen zu können.

Diskussionen hinter den Kulissen

Skeleton Weil Christopher Grotheer als Junioren-Weltmeister bei der WM starten darf, der Athlet des BSR Oberhof als Weltcup-Starter aber ebenso bereits gesetzt war wie Axel Jungk (BRC Riesa) und Kilian von Schleinitz (Königssee), kommt ein vierter Skeleton-Pilot in den WM-Genuss. „Aus unserer Sicht ist Martin Rosenberger hinter dem Weltcup-Team mit Blick auf die Olympischen Spiele 2018 der vierte Mann“, erklärte Bundestrainer Jens Müller im Gespräch mit dieser Zeitung. „Aber Alex Gassner hat die DM gewonnen und es gibt einige Interessen, die eine Rolle spielen“, ergänzte er vielsagend.

Jens Morgenstern, Präsident des BSC Winterberg, erklärte hingegen: „Aus meiner Sicht gibt es gar keine Disskussion, dass der Deutsche Meister auf seiner Heimbahn diesen vierten WM-Startplatz erhält.“ Es gab und gibt sie hinter den Kulissen wohl doch. Und deshalb: Samstag, Bobbahn Winterberg. Zwei Männer, zwei Schlitten.