VfL Eintracht Hagen feiert Aufstieg in die 2. Bundesliga

Mit einem Auto-Korso durch Hagen feierten die Eintrachtler. Foto: Michael Kleinrensing
Mit einem Auto-Korso durch Hagen feierten die Eintrachtler. Foto: Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Ein knapper Sieg gegen den HC Elbflorenz - und schon stand der Aufstieg der Handballer des VfL Eintracht Hagen in die 2. Bundesliga fest. Mit einem Etat von mehr als einer halben Million Euro wollen die Hagener dort antreten.

Dresden..  Der Reporter vom Internet-Radio zählt die letzten Sekunden herunter: „Drei, zwei, eins - Aus!“ Spieler in grün-gelben Trikots fallen sich jubelnd in die Arme, die mitgereisten Fans auf der Tribüne vergehen fast vor Glück. Und Hagens Bürgermeister Hans-Dieter Fischer gesteht hinterher: „Ich habe Blut geschwitzt.“ Aber jetzt ist alles gut: Der VfL Eintracht Hagen hat den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga geschafft. Ein 27:26 (13:14)-Erfolg gegen Gastgeber HC Elbflorenz war der entscheidende Schritt. Das letzte Spiel gegen Mitaufsteiger Springe (40:40) ist bedeutungslos.

Aufstiegsrelegation in Dresden. Drei Mannschaften, zwei freie Zweitliga-Plätze. Zuerst müssen Elbflorenz und der Nord-Vizemeister HF Springe ran. Bis zum 19:19 ist es ein Duell auf Augenhöhe. Dann brechen die Elbestädter ein. 25:19 heißt es am Ende für Springe. Und die Verlierer haben bis zum Spiel gegen Hagen kaum zwei Stunden Zeit zur Regeneration. „Wenn wir diesen Matchball nicht annehmen...“, sagt Andreas Griesel, Sportlicher Leiter des VfL Eintracht. Was in diesem Fall passiert, sagt er nicht.

Zwei Stunden später arbeitet Hagen am Matchball. Zunächst ohne Erfolg. Elbflorenz, scheinbar gut erholt, geht mit zwei Toren in Führung, ist auch nach der Pause beim 17:16 noch vorn. Dann scheint zu kommen, was absehbar war: Der VfL Eintracht dreht die Partie (17:19, 22:25). Aber die Gastgeber kommen noch einmal zurück, gleichen aus. Marius Kraus wirft Hagen mit 27:26 in Führung. Gewonnen ist die Partie aber erst, als der 45-jährige Torwart Almantas Savonis 20 Sekunden vor Schluss den letzten Wurf der Dresdener pariert. „Ich habe an Welt- und Europameisterschaften teilgenommen, mit Magdeburg den Europapokal gewonnen und bin mit Düsseldorf in die erste Liga aufgestiegen. Aber auf diese Weise die Karriere zu beenden, ist das Allerschönste“, sagt der Schlussmann, der in seine litauische Heimat zurückkehrt.

Eintracht Hagens neue Heimat liegt in Liga zwei. Ein Etat von mehr als einer halben Million Euro soll dazu beitragen, dass auch in der neuen Umgebung Glücksmomente nicht ganz ausbleiben.