Verhaftungen nach Razzien in Rockerclubs

Koblenz..  Rund 650 Polizeibeamte haben am Dienstag mehrere Objekte des Rockerclubs „Hells Angels“ in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Razzien gab es vor allem im nördlichen Rheinland-Pfalz und im südlichen Nordrhein-Westfalen, wie die Staatsanwaltschaft in Koblenz mitteilte. Auch zwölf Staatsanwälte waren bei der Aktion dabei. Mehrere Haftbefehle wurden bereits am Morgen vollstreckt. Die Durchsuchungen waren am späten Vormittag noch im Gange, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Vorwurf: Kriminelle Vereinigung

Hintergrund der Aktionen seien Ermittlungen gegen die Rocker, teilten die Ermittler mit. Zum einen laute der Vorwurf, sie hätten eine kriminelle Vereinigung gebildet. In einem Fall werde ihnen erpresserischer Menschenraub vorgeworfen. Außerdem gehe es um Nötigung, Bedrohung, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffenrecht.

Koblenz ist zuständig

„Wir haben noch keine abschließende Meldung von der Polizei“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Kruse am späten Vormittag. Weitere Details nannte die Behörde zunächst nicht – um weitere Ermittlungen nicht zu gefährden und um zu verhindern, dass Beschuldigte identifiziert werden könnten. Das Düsseldorfer Innenministerium und das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt äußerten sich zunächst ebenfalls nicht und verwiesen an die Koblenzer Staatsanwaltschaft.

Immer wieder kommt es zu Razzien gegen Rockerbanden wie die Hells Angels. Bei zwei Treffen im vergangenen Juli in Boppard am Rhein und im November in Windhagen (Kreis Neuwied) hatten Großaufgebote der Polizei Clubmitglieder kontrolliert. Bundesweit sind einige Gruppierungen verboten.