Unterlegener DSDS-Finalist Antonio Gerardi fand sich "super"

Antonio Gerardi (30) aus Hemer im Märkischen Kreis bei seinem Auftritt im Finale der RTL-Sendung «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) in der  ÖVB-Arena in Bremen.
Antonio Gerardi (30) aus Hemer im Märkischen Kreis bei seinem Auftritt im Finale der RTL-Sendung «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) in der ÖVB-Arena in Bremen.
Foto: dpa
Antonio Gerardi aus Hemer wird Dritter bei „Deutschland sucht den Superstar“. Severino Seegerist der neue Superstar. 4,4 Millionen Fernsehzuschauer.

Hemer/Bremen.. Die Jury lobt ihn in den höchsten Tönen. Heino: „Italien hat schon viele große Stimmen herausgebracht. Caruso, Luciano Pavarotti. Deine Stimme gehört ab heute dazu.“ Mandy Capristo: „Du hast was ganz Besonderes. Du hast dieses Volumen. I am your biggest fan.“ Dieter Bohlen: „Deine Stimme ist Amore in jeder Pore. Du hast gesagt, ich liebe dich, ich liebe dich auch.“ Die Liebeserklärung des 61-Jährigen hilft nicht. Um 21.40 Uhr ist für Antonio Gerardi aus Hemer das Finale der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar (DSDS)“ zu Ende.

4,4 Millionen Zuschauer

4,4 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher und 11 000 in der Bremer ÖVB-Arena sehen das Aus des 30-Jährigen. Mit „You give me something“ von James Morrison hat er am Samstagabend kein Glück. Auch wenn Moderator Oliver Geissen ihn mit den Worten ankündigt: „Seine Fans reagieren auf seine Stimme wie auf Tränengas.“

Noch am Tag danach ringt Gerardi um Fassung und sucht nach Worten: „Ich bin ein bisschen traurig“, sagt er zu unserer Redaktion. Seine Stimme klingt brüchig. „Mein Auftritt war super.“

Rückhalt und Trost findet der aus Mailand stammende Sänger in den Armen seiner Familie. Eine 30-köpfige Gruppe, an der Spitze Eltern und Oma, sind mitgereist. „Sie tröstet mich.“ Bezuckert ist er von seinen Fans. Die Schar seiner Anhänger wächst stürmisch, seine Facebook-Gemeinde zählt 76 895 Freunde. „Ich bin stolz auf meine Fans. Sie haben gesagt: Ich bin der Sieger ihrer Herzen.“ Was er in Zukunft macht? „Ich bleibe in Hemer, in Deutschland. Hier will ich meine Lieder schreiben und singen.“

Und sein Onkel Luciano Del Latte, der ihn nach Hemer geholt hat, ist sich sicher: „Antonio wird in Deutschland durchstarten. Das Finale war der erste Schritt. Die Leute kennen ihn jetzt.“

Viviane Grisafi, 17-Jährige Schülerin aus Offenbach, vermutlich auch. Sie darf am Ende des Finales, ab 23 Uhr, nicht mehr auf die Bühne. Der Jugendschutz will es so. Dafür sitzt sie in der ersten Reihe im Publikum neben Gerardi, der ihr feste die Daumen drückt. Ihre Mutter Maria vertritt sie im Rampenlicht und nimmt die Niederlage, verkündet von Moderator Oliver Geissen, nahezu sprachlos an.

Ob der Sieger Severino Seeger, 59 Prozent der Fernsehzuschauer stimmen für den Nachwuchssänger, sein Glück mit der Prämie von 500 000 Euro und dem Plattenvertrag machen wird, bleibt offen.

Sieger ein Straftäter?

Der 28-jährige Key-Account-Manager aus dem hessischen Wächtersbach muss sich, so meldet der Boulevard, Anfang Juni in Frankfurt vor Gericht wegen Betrugs verantworten. Als Mitglied einer mehrköpfigen Bande soll er ältere Damen um etwa 100 000 Euro betrogen haben.

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