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TV-Komiker Herbst im Dienst der guten Sache

26.11.2012 | 18:56 Uhr
TV-Komiker Herbst im Dienst der guten Sache
Werbespot-Vorstellung im Hospiz: (hi. v. li.) Christopher Luig, Nicole Binnewitt, Rüdiger Barth, Christoph Maria Herbst, Dr. Elisabeth Decker, Birgit Kersting, Noah und Cindy Nienhaus. (vo. v. li.) Samuel Scholz und Joel Dralus.Foto: Josef Schmidt

Olpe.  Stromberg Darsteller wirkt ehrenamtlich in Werbespot für das Olper Kinderhospiz Balthasar mit

Keine Frage: Als Ekel ,Stromberg’ hat es Christoph Maria Herbst zu einer Art Kultstatus im deutschen Fernsehen gebracht. Deshalb dürfte der eine oder andere Zeitgenosse erst einmal schlucken, wenn er den frisch produzierten Werbespot sieht, in dem Herbst den Hauptdarsteller mimt. Denn der Spot wirbt für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar aus Olpe. Aber siehe da: Der Mann kann auch anders, wenn er denn will: Ernst, mitfühlend, emotional.

Genau auf diesen scheinbaren Widerspruch setzen die Produzenten des Spots - und der Komödiant selbst. Denn Herbst ist seit über einem Jahr Kinderhospiz-Pate. Und als solcher stellte er sich nicht nur bereitwillig vor die Werbekamera, sondern auch völlig kostenlos.

Herbst und die ebenfalls ehrenamtlich tätige Produktionsfirma Meavision Media (Bonn) sowie die Hospizleitung stellten den 30-Sekundenspot gestern vor. Unter dem Titel „Träumen Sie mit uns“ ist Herbst gemeinsam mit dem kleinen Noah (4), derzeit selbst Gast des Hospizes, und dessen Mutter Cindy Nienhaus zu sehen.

Leben im Haus erlebt

Hospiz-Pressesprecherin Nicole Binnewitt teilte am Rande der Pressekonferenz freudestrahlend mit, dass bereits mehrere Kinos und der TV-Sender RTL zugesagt hätten, den Spot bundesweit auszustrahlen - ebenfalls kostenlos. Binnewitt: „Wir hoffen natürlich, dass sich dem Beispiel andere Sender anschließen.“

Der TV-Star ließ die Gelegenheit nicht ungenutzt, auch gestern für das Hospiz zu werben: „Wenn man das Leben in diesem Haus erlebt hat, und es einen nicht berührt, ist man kein Mensch“, antwortete er auf die Frage des kleinen Hospizbewohners Samuel (15), was ihn denn überhaupt dazu bewegt habe, mitzumachen.

Ähnliche Fragen stellte auch Samuels Mitbewohner, der 10-jährige Joel Dralus, an Produzentin Dr. Elisabeth Decker, die das Hospiz schon viele Jahre unterstützt: „Von dem, was einen hier umgibt, ist man sofort fasziniert.“

Da die Einrichtung zu 70 Prozent auf Spenden angewiesen sei, liege es nahe, zu helfen. Als das Hospiz-Team schließlich die Idee eines Werbespots an sie herangetragen habe, sei sie begeistert gewesen.

Christoph Maria Herbst sei zudem eine Art Wunschkandidat für den Spot gewesen, „denn er kommt glaubhaft rüber, ohne auf die Tränendrüse zu drücken.“ Und das sei eine wesentliche Absicht der Produktion gewesen.

Auch Regisseurin Birgit Kersting, die wie alle anderen Mitwirkenden ohne Honorar arbeitete, zeigte sich vom Leben und Wirken im Hospiz bewegt: „So etwas ist mir aus der Nähe noch nie begegnet. Ich war beeindruckt, aber auch beflügelt.“

Rüdiger Barth, Leiter des Hospizes, sagte, der Spot sei wichtig, „damit wir Menschen erreichen, die uns noch nicht kennen. Nur, wer uns kennt, kann auch helfen.“ Worauf Herbst hinzufügte: „Wer Euch kennt, der wird Euch helfen.“

Josef Schmidt


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