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Trotz 1:3 - Mason glaubt wieder an die Iserlohn Roosters

24.09.2012 | 12:58 Uhr
Trotz 1:3 - Mason glaubt wieder an die Iserlohn Roosters
Die Roosters fanden gegen die Kölner Haie kein Durchkommen.Foto: imago

Iserlohn.   Obwohl die Iserlohn Roosters auch ihr zweites Heimspiel in der neuen Saison der Deutschen Eishockey Liga mit 1:3 gegen die Kölner Haie verloren, blickt ihr Trainer Doug Mason optimistisch in die Zukunft. „Wir können mit den Top-Teams konkurrieren“, sagt er.

Lange Minuten nach der Schlusssirene philosophiert Doug Mason immer noch munter vor sich hin. Selbst als sich in der Eishalle am Seilersee längst wieder Nachwuchsspieler auf ihr Training vorbereiten und auf den Tribünen nur noch der weggeworfene Müll vom West-Schlager zwischen den Iserlohn Roosters und den Kölner Haien (1:3) zeugt, erklärt der Roosters-Trainer seine Sicht der Dinge. „Eishockey ist ein Spiel, in dem Momente entscheiden“, sagt er. Und diese Momente, so positiv sie in dem einen Augenblick auch aussehen, können kippen. Binnen Sekunden. Um 180 Grad. So wie kurz nach Beginn des zweiten Drittels.

1:1 steht es in der Partie der Deutschen Eishockey Liga nach Chris Minards Führung (8. Minute) und Mike Yorks Ausgleich (23.), als Christian Hommel frei zum Schuss kommt. So frei steht der Iserlohner Stürmer, dass der Mehrzahl der 4321 Zuschauer der Torschrei bereits auf den Lippen liegt. Doch Kölns Torwart Danny aus den Birken pariert - und es geht blitzartig in die andere Richtung. Wenige Wimpernschläge später jubeln die Haie, weil Nathan Robinson zum 2:1 trifft.

Iserlohner Frust - Augenblicke ärgern den Trainer

Ein Nackenschlag für die ebenbürtigen Roosters. Einer, der für Frust sorgt - und drei Minuten später für den nächsten Kölner Moment. Ein knallharter Pass fast vom eigenen Tor zur Blauen Linie vor dem Iserlohner Gehäuse, ein zielgenaues Anspiel auf Philip Gogulla und der lässt mit einem klasse Schuss unter die Latte Torwart Sebastien Caron keine Chance. Die Partie - ist entschieden.

Die Roosters geben zwar nicht auf, kommen gegen den nach vier Spieltagen ungeschlagenen neuen Tabellenführer aber kaum noch zu Torchancen. „Durch diese Mauer zu kommen, war fast unmöglich“, sagt Mason. Wie ein Bienenschwarm attackieren die Kölner ihre Gegner über die gesamte Spielzeit in der Defensive, offensiv üben sie derart viel Druck aus, dass den Iserlohnern kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt.

„Mein Glaube ist wieder da“

Doch bis auf die Frust-Minuten nach dem zweiten Gegentreffer (Mason: „Wir haben den Kopf hängen gelassen. Das ist nicht akzeptabel“), spielen die Roosters auf diesem hohen Niveau mit. Und das ist es auch, was den Trainer trotz der zweiten Heimniederlage in Folge so entspannt plaudern lässt. „Mein Glaube ist wieder da“, sagt er, „wir können mit den Top-Teams der DEL mithalten.“ Wenn seine Stürmer in Zukunft ihre Chancen konsequenter nutzen und Rückstände nicht für Motivationslöcher sorgen, dann kippen die Momente auch mal für die Roosters.

Falk Blesken



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