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SV Lippstadt auf dem Weg in die Regionalliga West

24.05.2012 | 13:26 Uhr
SV Lippstadt auf dem Weg in die Regionalliga West
Auf dem Weg zum Spiel am Waldschlösschen: Der SV Lippstadt 08. Foto: Hartwig Sellmann

Lippstadt.   Seit 30 Spielen ungeschlagen, 81 Punkte auf dem Konto - und die Saison ist noch nicht zu Ende. Doch der Westfalenligameister SV Lippstadt 08 strebt ein höheres Ziel als Rekorde an: Der Klub will den Aufstieg in die Regionalliga West. Der Weg führt über ein Relegationsspiel.

Wenn Jürgen Klopp in den nächsten Tagen die Telefonnummer von Daniel Farke wählte und ihn beglückwünschte, käme das kaum einer Überraschung gleich. Obwohl den Trainer des Deutschen Fußball-Meisters und den des Meisters der Westfalenliga 1 auf den ersten Blick wenig verbindet. Allerdings befindet sich Farke mit dem SV Lippstadt 08 auf dem besten Weg, Borussia Dortmund einen Rekord streitig zu machen, für den die Schwarz-Gelben unlängst fast in den Status der Unsterblichkeit gehoben wurden.

81 Punkte - das ist die Ausbeute des BVB nach 34 Spieltagen.

81 Punkte - mit diesem Kontostand feierte der SV 08 am vergangenen Wochenende den Titelgewinn. Zwei Spieltage vor dem Saisonende. Und es müsste schon ziemlich dumm laufen für die Lippstädter, wenn sie nicht noch mindestens einen Zähler holten. Immerhin sind sie seit 30 Spielen ungeschlagen und verloren in der Westfalenliga 1 lediglich eine Begegnung: Am zweiten Spieltag gegen den 1. FC Gievenbeck.

Terminiert für den 6./7. und 10. Juni

„Wir haben weiter ein großes Ziel vor Augen“, sagt auch Dirk Brökelmann. Jedoch denkt der Sportkoordinator des Klubs nicht an die Rekordjagd, sondern an den Aufstieg in die Regionalliga West. Richtig: Regionalliga West. Raus aus der sechsten Liga, rein in die vierte. Der Strukturreform, also dem Verschwinden der NRW-Liga sowie der Ausdehnung der Regionalliga von drei auf fünf Staffeln unter der Dritten Liga sei dank.

„Man muss den Verbandsliga-Meistern einen Anreiz geben, sonst wäre es für sie ein witzloses Jahr“, sagte Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes, als der Deutsche Fußball-Bund sein Machwerk beschloss. Dieser Anreiz besteht nun darin, dass die Meister der Westfalenliga 1 und 2, der Niederrheinliga und der Mittelrheinliga eine Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga West gegen die Mannschaften auf den Plätzen vier bis sieben der NRW-Liga bestreiten. Hin- und Rückspiel im Europapokal-Modus, terminiert für den 6./7. und 10. Juni. Lippstadt tritt zuerst auswärts an, zur entscheidenden Partie am Waldschlösschen werden gut 4000 Zuschauer erwartet. Der Gegner wird am Montag, 4. Juni, einen Tag nach dem Ende der Saison in der NRW-Liga ausgelost.

Freilos für einen NRW-Ligisten

Weil Viktoria Köln, SF Siegen und der MSV Duisburg II als direkte Aufsteiger aus der NRW-Liga in die Regionalliga West feststehen, Arminia Bielefeld II und Alemannia Aachen II nicht aufsteigen dürfen, könnte der SV 08 auf SSVg Velbert, Bergisch Gladbach, VfB Hüls, KFC Uerdingen oder SW Essen treffen. Gleiches gilt für die SG Wattenscheid 09, die sich in der Westfalenliga 2 vorzeitig die Meisterschaft sicherte. Ob aus der Niederrheinliga der FC Kray, der VfL Rhede oder TuRu Düsseldorf als Meister antritt, entscheidet sich an den noch ausstehenden zwei Spieltagen. Ein NRW-Ligist darf sich übrigens über ein Freilos freuen, da aus der Mittelrheinliga keine Mannschaft die Regionalliga-Lizenz beantragt hat.

„Die Mannschaft hat in dieser Saison Unglaubliches vollbracht“, erzählt Dirk Brökelmann. „Darüber muss und darf man sich einfach nur freuen.“ Erst recht, wenn der einstige Oberligist zurückkehrt - in die vierthöchste deutsche Klasse.

Falk Blesken

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