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Süßes zum Fußballfest - schwarz-rot-goldene Kuriositäten

08.06.2012 | 20:08 Uhr
Süßes zum Fußballfest - schwarz-rot-goldene Kuriositäten
Beliebtes Zubehör: Die deutsche Flagge am Auto. Foto: Michael Gottschalk/dapd

Hagen. Trikot, Kappe und Fahne – mehr braucht der Fußball-Fan nicht, um ausgehfertig zu sein. Denkste! Bei großen Turnieren liegen vermehrt schwarz-rot-goldene Kuriositäten in den Schaufenstern. Standard-Ausrüstung war gestern, heute feuert der Fußballfreund Jogi Löws Schützlinge mit ausgefallenen Fanartikeln an.

Kalorienkracher und Kokosnussrasseln

In der Fankurve Wohnzimmer stehen pünktlich zum Anpfiff Chips und Salzstangen parat. Wer seinen Gästen Süßes vorsetzen will, kann sich bei „Hussel“ eindecken. Beim Süßwarenhändler gibt’s die Schoko-Fußbälle im Elferpack, schwarze Lakritze bekommen Gesellschaft von roten und (gold)-gelben Kollegen. Die „Kalorienkracher der Nation“ verkauft ebenfalls Martina Killing in der Hagener Filiale. Vorsicht: Wer zwei oder drei Schokofußballer verzehrt, sollte den Freizeitkick in der Spielpause verschieben. Seitenstiche sind nicht angenehm.

„Wir haben auch was im Angebot, was zum Finale passt“, sagt Killing und zeigt eine kleine Schoko-Trophäe. Ein süßer Gedanke: DFB-Kapitän Philipp Lahm stemmt in der Ukraine den Silberpott in die Höhe; derweil beißt der Fan in Deutschland ins schokobraune Gegenstück.

Für Augen und Ohren

Von der WM in Südafrika sind drei Dinge in Erinnerung geblieben: Der Triumph der Spanier, der Streik der Franzosen und der Klang der Vuvuzuelas. Doch die Hornissenschwarm-Beschallung passt nicht zu einem Turnier in Osteuropa. Kokosnussrasseln eigentlich auch nicht, trotzdem sind diese als Krachmacher im Kommen. „Von denen haben wir schon viele verkauft“, sagt Larissa Krjazev vom Dekorationsshop „Seasons“. Die Rassellackierung in Schwarz, Rot und Gold ist ein gutes Kaufargument.

Gerade beim Rudelgucken steigt auch der Flirtfaktor. Aber wie lenkt die Single-Frau die Blicke auf sich, wenn doch alle süßen Typen nur auf die Leinwand starren? Falsche Wimpern in den Nationalfarben sind die Lösung. Und wenn er darauf nicht anspringt: Mit der Hawaiikette lässt sich der Fußballfan des Herzens auch einfangen.

Die fantastischen Vier

Das Trikot ist und bleibt der Verkaufsschlager. Vor zwanzig Jahren litten die Designer noch an Geschmacksverirrung. Wer Videos der Weltmeisterschaft 1994 sieht, weiß: In dem Karo-Dress konnten unsere Jungs einfach nicht weit kommen. Jetzt ist wieder schlichte Fußballmode angesagt. Das weiße Dress ohne viel Schnick-Schnack kommt bei den Fans gut an, wahlweise gibt es auch die grasgrüne Auswärts-Version.

„Welchen Kicker hätten Sie denn gern?“, lautet die nächsten Frage. In der Galeria Kaufhof gibt’s vier Nationalspieler von der Stange: Wer sein Trikot zum Mitnehmen will, muss sich zwischen Lukas Podolski, Mesut Özil, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller entscheiden. „Wir können aber auch Trikots mit anderen Spielernamen beflocken“, erklärt Hubertus Rothe, Leiter der Sportabteilung. Per Mertesacker oder André Schürrle sind in Hagen aber nicht gefragt.

Die Zeiten, in denen die meisten Frauen bei Fußballspielen umschalten, sind vorbei. Um auch den weiblichen Fan zu versorgen, setzen die Ausrüster auf figurbetonte Trikotmodelle. „Die sind dann auf Taille geschnitten“, sagt Rothe. Wenn am 2. Juli die Trikots in der Waschmaschine landen, haben die DFB-Kicker viel richtig gemacht.

Wenn tags zuvor Bierduschen den Stoff besudelten, war es ein erfolgreiches Finale.

Denis de Haas



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