Streit über Ausbildungskosten für Altenpfleger

Düsseldorf..  In NRW ist ein Streit über die Finanzierung der Altenpflege-Ausbildung entbrannt. Nach Angaben der Ausbildungsträger reicht der im Jahr 2007 von 360 auf 280 Euro pro Monat abgesenkte Fördersatz des Landes für die Fachseminare der Altenpflege-Ausbildung längst nicht mehr aus. Auf einer Großdemonstration am 12. Mai in Düsseldorf wollen die Träger für eine Aufstockung auf den Mindestbetrag von 360 Euro pro Schüler im Monat kämpfen.

Das NRW-Gesundheitsministerium wies die Kritik zurück, das Land NRW stehle sich aus der Verantwortung. Danach hat das Land die Fördermittel der Pflegeausbildung von 32 Millionen Euro (2010) auf 58,3 Millionen Euro im Jahr 2014 erhöht. In diesem Jahr soll die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege auf 16 300 gesteigert werden. Die Schaffung neuer Plätze habe in den letzten Jahren mit Blick auf die Fachkräftelücke Vorrang gehabt, bestätigte das NRW-Ministerium. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums kündigte eine Reform des Ausbildungsgesetzes an. Die Einbringung ist vor der Sommerpause geplant und sieht die Erarbeitung von Qualitätsstandards für die Raum- und Personalausstattung vor.

Um möglichst viele junge Leute für den Beruf Altenpfleger zu gewinnen, wurde 2012 eine Umlagefinanzierung eingeführt. Danach müssen alle Heime und ambulanten Dienste je nach Größe und Leistungsfähigkeit in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Wer ausbildet, erhält aus dem Fonds eine Kostenerstattung für die Ausbildungsvergütung. Dadurch soll verhindert werden, dass „Trittbrettfahrer“ unter den Pflegediensten zu Lasten von Ausbildungsbetrieben tätig sind.

Durch die Umlagefinanzierung konnte die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege gegenüber 2010 um 45 Prozent auf 14 500 im Jahr 2013 gesteigert werden. 2013 standen durch die Umlage 193 Millionen Euro Erstattung für die praktische Ausbildung zur Verfügung. In der Pflege-Ausbildung wird nur eine Lehrkraft für 25 Schüler finanziert. .