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Rechtsanwalt will „Lachendes Werl“ stoppen

23.01.2015 | 00:11 Uhr

Werl. Kölner Karnevalisten schmettern an den tollen Tagen voller Inbrunst „Mer losse de Dom in Kölle“. Die Werler Karnevalisten würden in diesen Tagen am liebsten „Lasst doch die Kirche im Dorf“ singen. Sie sind vom Anwalt eines Kölner Konzertveranstalters angeschrieben worden - mit der Aufforderung, nicht mehr die Bezeichnung „Lachendes Werl“ für ihre närrische Sitzung zu verwenden. Begründung: Man führe seit 1964 Veranstaltungen unter der Bezeichnung „Lachende Hallen“ durch und besitze die Rechte an der Marke „Lachende . . .“ Erwähnt ist auch die Höhe einer drohenden Vertragsstrafe: 6000 Euro.

„Wir haben es erst für einen Aprilscherz gehalten“, sagt Sitzungspräsident Lutz Langschmidt. „Nach dem zweiten Anwaltsschreiben waren wir dann doch erschrocken.“ Klein beigeben ist nicht die Sache der Werler: „Wir sind kampfeslustig.“ Man hat eine Anwältin eingeschaltet und will der Kölner Agentur, die auch in Düsseldorf die „Lachende Philipshalle“ veranstaltet, nachweisen, dass es das „Lachende Werl“ bereits im Jahr 1961 gab.

Langschmidt: „Ich bin davon überzeugt, dass wir aus der Nummer unbeschadet rauskommen.“

Rolf Hansmann

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Rechtsanwalt will „Lachendes Werl“ stoppen
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2015-01-23 00:11
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