Pilger tragen das Hungertuch nach Osnabrück

Paderborn/Siegen..  Die Hungertuchwallfahrt des Erzbistums Paderborn führt ab Dienstag, 17. Februar, vom Paderborner Dom nach Osnabrück. Dort wird die Misereor-Fastenaktion 2015 am 22. Februar bundesweit eröffnet. Dekanatsreferent Hermann-Josef Günther aus Siegen hat die Fußwallfahrt vor 20 Jahren mitbegründet und organisiert sie.

1 Welche Idee steht hinter der Hungertuchwallfahrt?

Wir nehmen die Themen der Welt unter die Füße. Man sagt ja, dass Pilgern Beten durch Gehen ist. Wie bei jeder Wallfahrt nehmen die rund 70 Teilnehmer ihre persönlichen Anliegen mit auf den Weg, aber wir bedenken auch die Weltthemen.

2 Wie kommt es zu dieser Kombination von Welt und Privatem?

Misereor ist das katholische Hilfswerk gegen Hunger und Krankheit in der Welt. Die bundesweite Eröffnung wird jährlich an einem anderen Ort und mit einem anderen Thema gestaltet. In diesem Jahr beschäftigen wir uns mit den Veränderungen durch den Klimawandel, die ja gerade auf den Philippinen jetzt schon zunehmende Katastrophen zur Folge haben. Wir informieren uns über diese Fragestellung und überlegen, was unser Anteil daran ist, was wir selber im Großen und Kleinen unternehmen können.

3 Wieviele Kilometer nehmen Sie unter die Füße?

Wir organisieren die Wallfahrt so, dass wir in insgesamt fünf Tagesetappen von Paderborn bis Osnabrück rund 100 bis 120 Kilometer pilgern. Wir haben im Lauf der vergangenen 20 Jahre gemerkt, dass diese Kombination, das Nachdenken über grundsätzliche Fragen verbunden mit der körperlichen Anstrengung, viele Teilnehmer anspricht.

Mit Hermann-Josef Günther sprach Monika Willer.