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Philipp Hofmann lässt mit seinem Tor den Betze beben

05.08.2014 | 21:29 Uhr
Philipp Hofmann lässt mit seinem Tor den Betze beben
So jubeln Sieg-Torschützen: Philipp Hofmann nach dem 3:2.Foto: dpa

Kaiserslautern/Arnsberg.   Nach seinem Wechsel vom FC Schalke 04 zum Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern feiert der Wenholthauser Stürmer beim Liga-Auftakt gegen 1860 München (3:2) den perfekten Einstand. In der Pfalz will der Sauerländer endlich durchstarten und Verantwortung übernehmen.

Ein kurzer, aber kraftvoller Sprint, ein wuchtiger Kopfball - und wenige Augenblicke später rannte Philipp Hofmann nicht mehr mit weit ausgebreiteten Armen jubelnd über den Rasen, sondern versank in einem roten Spielergewusel. Etwas aber registrierte der 21-Jährige trotzdem: „Der Betze hat ganz schön gebebt“, sagt er am Tag danach noch ungläubig lachend. Am Tag nach seinem Traum-Einstand beim 1. FC Kaiserslautern.

Der Betze - so heißt das Fritz-Walter-Stadion des Fußball-Zweitligisten im Volksmund. Der Betze rockt - so lautet der Titel einer neuen Imagekampagne des Klubs. Und wie die Roten Teufel, die sich nach zuletzt zwei gescheiterten Anläufen nichts sehnlicher wünschen als die Rückkehr in die Bundesliga, dieser Kultstätte beim Liga-Auftakt gegen 1860 München Leben einhauchten. Erst lag Kaiserslautern mit 0:2 zurück und spielte nach einer Roten Karte gegen Torwart Tobias Sippel nur noch zu zehnt, dann glich Srdjan Lakic mit zwei Treffern aus.

Kuntz: Ein Fußball-Märchen

„Da war die Stimmung bereits... grandios“, sagt Hofmann, der dieses verrückte Spiel bis zur 80. Minute als Ersatzspieler verfolgte. Als Trainer Kosta Runjaic ihn vor der Einwechslung zur Seite nahm, drängelte der gebürtige Sauerländer. „Ich wollte unbedingt vor der Ecke rein“, erklärt er. Was folgte, war einstudiert: Der Ball flog auf den kurzen Pfosten, genau auf Hofmanns Kopf, und der erzielte in bester Mittelstürmer-Manier den 3:2-Siegtreffer. Mit dem ersten Ballkontakt, keine 20 Sekunden war er zu diesem Zeitpunkt im Spiel.

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„So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt“, erzählt der Wenholthauser. „Das sind halt diese Märchen, die den Fußball so einzigartig machen“, stellte FCK-Boss Stefan Kuntz bereits nach dem Schlusspfiff mit einem Lächeln im Gesicht fest.

Für Hofmann könnte dieser Bilderbuch-Einstand ein gutes Omen sein. Nachdem ihn sein Stammverein FC Schalke 04 zuvor jeweils für ein Jahr in die Zweite Liga zum SC Paderborn und zum FC Ingolstadt ausgeliehen hatte, wechselte er vor dieser Saison in die Pfalz. Einen Dreijahresvertrag unterschrieb Hofmann - mit einer Rückkauf-Option für die Königsblauen.

Hofmann: Nicht zu sehr feiern

Die Atmosphäre rund um den 1. FC Kaiserslautern, die professionelle Vereinsstruktur und die ambitionierten Ziele des Gründungsmitglieds der Bundesliga - all das soll dem Sturm-Hünen helfen, den Durchbruch zu schaffen. „Die ganze Stadt lebt für den Fußball“, sagt Hofmann begeistert, „ich möchte hier Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt in meiner Karriere machen.“

Dass er gegen die Münchner Löwen anfangs auf der Bank Platz nehmen musste, irritiert ihn nicht. „Die Saison ist noch lang. Der Trainer hat mir vorhergesagt, dass ich meine Tore schießen werde“, erklärt der Sauerländer. Am Montagabend wurde die Prophezeiung nach wenigen Sekunden wahr - ausgerechnet vor der legendären Westtribüne. „Besser geht es nicht“, sagt Hofmann. „Aber wir dürfen uns jetzt auch nicht zu sehr feiern, sondern müssen am Sonntag in Sandhausen die gleiche Leidenschaft zeigen.“ Nach dem Traum-Einstand beginnt auch für ihn der Liga-Alltag.

Falk Blesken

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Philipp Hofmann lässt mit seinem Tor den Betze beben
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2014-08-05 21:29
Sauer und Siegerland